Anteil aufgestockt
Schaeffler ist bei Conti Herr im Haus

Das Familienunternehmen Schaeffler hat den Automobilzulieferer Continental unter seine Kontrolle gebracht. Mit seiner Beteiligung an dem Konzern aus Hannover bleibt der fränkische Wälzlagerhersteller zwar knapp unter der vereinbarten maximalen Quote von 49,9 Prozent. Doch das reicht, damit die Franken bei Continental künftig den Ton angeben. Grund: Die traditionell niedrige Präsenz auf Hauptversammlungen.

HB HAMBURG. Bis zum Ablauf der Annahmefrist der Übernahmeofferte seien Schaeffler gut 65,3 Mill. Aktien zum Kauf angeboten worden, das seien 40,26 Prozent an Conti, teilte Schaeffler am Dienstag in Herzogenaurach mit. Zusammen mit bereits zuvor erworbenen Aktien komme Schaeffler damit auf 48,32 Prozent der Continental-Stimmrechte.

Damit sieht sich Schaeffler am Ziel seiner Wünsche. "Wir haben unser Ziel, eine strategische Beteiligung über 30 Prozent an der Continental AG zu erwerben, erreicht", erklärte Vorstandschef Jürgen Geißinger. Damit sei der Weg frei, so schnell wie möglich Gespräche über Kooperationsprojekte zu beginnen. Dadurch entstehe für Conti erhebliches Wertpotenzial.

Die auf mechanische Komponenten wie Kugellager spezialisierte Schaeffler-Gruppe verspricht sich viel von der Entwicklung gemeinsamer Autoteile-Systeme und will dabei vor allem von der Elektronik-Kompetenz von Conti profitieren. Die Gespräche darüber sollen Unternehmenskreisen zufolge bereits diese Woche beginnen.

Schaeffler hat sich verpflichtet, innerhalb von vier Jahren nicht mehr als knapp die Hälfte der Continental-Anteile zu übernehmen. Überzählige Papiere müssen über Banken wieder verkauft werden. Ohne Zustimmung von Schaeffler dürfen diese sie zunächst nicht für weniger als je 75 Euro verkaufen.

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