Anteilsaufstockung auf maximal 9,9 Prozent
Kerkorian hält sich bei General Motors zurück

Der US-Milliardär Kirk Kerkorian will seinen Anteil am weltgrößten Autobauer General Motors (GM) nach der jüngsten Erhöhung nicht nennenswert weiter aufstocken.

dpa-afx WASHINGTON. In einer Eingabe seiner Finanzholding Tracinda an die US-Börsenaufsicht SEC ließ Kerkorian am Mittwoch mitteilen, es sei eine Beteiligung von maximal 9,9 Prozent am größten Autobauer der Welt geplant.

Die Holding hatte erst im Juni ihren Anteil zunächst von 3,9 auf 7,2 Prozent aufgestockt und dann nach dem Hurrikan "Katrina" noch einmal auf 9,53 Prozent erhöht. Bei der Beteiligung handele es sich um eine reine Finanzinvestition, hieß es nun in der Mitteilung. Tracinda habe derzeit keinerlei Pläne, Einfluss und Kontrolle über GM zu gewinnen. Allerdings erwäge die Holding Gespräche mit General Motors über einen Sitz im Verwaltungsrat des Autobauers.

Kerkorian hat seine weiteren Pläne zur Aufstockung den Behörden in einem speziellen Meldeverfahren zur Fusionskontrolle, dem Hart-Scott-Rodino Act, angekündigt. Tracinda teilte mit, der Anteil werde dann weiter erhöht, wenn die in diesem Verfahren übliche Wartefrist abgelaufen sei. Diese beträgt in der Regel 30 Tage, in gewissen Fällen aber auch nur 15 Tage.

Der Autobauer General Motors steckte in der tiefsten Krise seiner Geschichte, als Kerkorian sich in diesem Jahr entschied, das Engagement auszuweiten. Sogar Insolvenzgerüchte machten damals die Runde. Im ersten Halbjahr hatte der Konzern vor allem wegen der schlechten Geschäfte in der Autosparte, aber auch wegen der Unsummen verschlingenden Pensions- und Gesundheitskosten für die eigenen Mitarbeiter einen Verlust von über 1,1 Mrd. Dollar eingefahren.

Auch die Kreditwürdigkeit des Konzerns ist inzwischen auf einem Tiefpunkt angelangt. Beide großen Ratingagenturen Standard & Poor's (S & P) und Moody's haben inzwischen die Einstufung für GM auf das berüchtigte Niveau so genannter "Ramschanleihen" (Junk Bonds) gesenkt. Der Konzern will nun mit einem massiven Stellenabbau entgegensteuern. Nach der Streichung von knapp 12 000 Stellen bei seinen Europa-Töchtern Opel, Vauxhall und Saab im Frühjahr kündigte der Autobauer den Wegfall von mindestens 25 000 Stellen in den USA bis zum Jahr 2008 an.

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