Anteilsaufstockung
Traktorenhersteller Same Deutz-Fahr kontrolliert Deutz AG

Der Traktorenbauers Same Deutz-Fahr wird ein Pflichtangebot für die Deutz AG abgeben. Die Italiener sind seit längerem Großaktionär des Kölner Motorenherstellers und haben nun ihre Beteiligung aufgestockt.

HB AMSTERDAM. Der in Familienbesitz befindliche Landmaschinen-Produzent erklärte am späten Dienstagabend, er habe nach Ausübung von Wandlungsrechten aus Genussscheinen im Tagesverlauf mit rund 34,98 Prozent die Kontrolle über Deutz erlangt. Zuvor lag der Anteil bei rund 28,17 Prozent. Ab 30 Prozent ist ein Übernahmeangebot Pflicht.

Same Deutz-Fahr war Mitte 2003 über eine Kapitalerhöhung zum Großaktionär bei der Deutz AG aufgestiegen. Die beiden Unternehmen sind auch operativ miteinander verbunden. Dame hatte von der Deutz-Vorgängergesellschaft Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD) 1995 die Landmaschinensparte Deutz-Fahr übernommen. Die Kölner liefern weiter die Motoren für die Traktoren.

Same Deutz-Fahr ist einer der weltgrößten Traktorhersteller; dazu gehören die Marken Same, Deutz-Fahr, Hürlimann und Lamborghini. Andere Größen in der Branche sind die zu Fiat gehörende Case/New Holland, John Deere aus den USA sowie die ebenfalls dort beheimatete AGCO-Group, zu der unter anderem der deutsche Traditionshersteller Fendt gehört.

Die Beteiligung an Deutz hat für Same Deutz-Fahr vor allem eine strategische Bedeutung. Denn dadurch gehören die Italiener nun zu dem kleinen Klub jener Landmaschinenhersteller, die einen direkten Zugriff auf einen Motorenbauer haben.

Deutz setzte im ersten Quartal des Jahres rund 52 000 Motoren ab, gut 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern mit 5 000 Beschäftigten steigerte den Umsatz von 285 auf 309 Mill. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte vor Einmaleffekten von 8,5 auf 13 Mill. Euro. Der Gesamtjahresausblick ist positiv.

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