Industrie

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Anteilseigner: Daimler-Finanzvorstand Uebber schreibt Chinesen als neuen Ankeraktionär ab

exklusivDaimler rechnet nicht mit einer größeren Rolle des chinesischen Staatsfonds CIC. Bei dem Autokonzern war der größte Einzelaktionär Abu Dhabi ausgestiegen.

Produktion beim Autokonzern Daimler in Sindelfingen. Quelle: dpa
Produktion beim Autokonzern Daimler in Sindelfingen. Quelle: dpa

StuttgartDer Autokonzern Daimler erwartet nach dem Ausstieg des größten Einzelaktionärs Abu Dhabi nicht, dass nun der chinesische Staatsfonds CIC diese Rolle einnimmt. Er rechne nicht damit, dass sich der Investor mit zehn Prozent an Daimler beteiligen werde, sagte Daimler-Finanzvorstand Bodo Uebber im Interview mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe). „Es wird ja oft darüber spekuliert, dass wir einen weiteren Ankeraktionär neben Kuwait suchen, aber das ist nicht richtig“, sagte der Manager.

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Im Grundsatz sei der Stuttgarter Konzern mit seiner Aktionärsstruktur sehr zufrieden. Daimlers bisher bedeutendster Großaktionär, das Scheichtum Abu Dhabi, hatte sich im vergangenen Oktober von seiner direkten Beteiligung an dem deutschen Autobauer getrennt. Stattdessen stehe nun der chinesische Staatsfonds CIC vor einem Einstieg mit bis zu zehn Prozent, hieß es zuletzt in chinesischen Medien.

Daimler

Doch nun erteilt das Daimler-Management erstmals deutlich den Erwartungen an einen neuen Ankeraktionär aus dem Reich der Mitte eine Absage. Nach Informationen aus Finanzkreisen ist CIC bisher mit rund ein Prozent an Daimler beteiligt. „Grundsätzlich freuen wir uns natürlich auch über jeden langfristig orientierten Investor“, betonte Uebber.

Das größte Aktienpaket an Daimler hält derzeit das Emirat Kuwait mit 7,6 Prozent. Weitere 3,1 Prozent der Aktien liegen bei Renault-Nissan zur Untermauerung der strategischen Partnerschaft mit Daimler. Alle anderen Aktienpakete liegen unterhalb der Schwelle von drei Prozent.

Auch ohne neuen Ankeraktionär aus Fernost hat Daimler in China große Pläne. „Bis 2015 werden wir rund 20 erneuerte und neue Produkte in China vorstellen – das ist eine Grundvoraussetzung für zukünftigen Erfolg“, kündigte Uebber an. Eines dieser neuen Modelle werde der neue Kompakt-Geländewagen GLA sein, der auf der Autoshow in Shanghai im April erstmals als Studie zu sehen sein wird.

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