Anteilsverkauf
Daimler-Chrysler schließt das Kapitel Mitsubishi

Daimler- Chrysler zieht mit dem Verkauf des verbliebenen Anteils am japanischen Autobauer Mitsubishi einen Schlussstrich unter sein verlustreiches Engagement.

HB STUTTGART. Daimler-Chrysler verkaufe sein restliches Aktienpaket an der Mitsubishi Motors Corp, teilten beide Unternehmen am Freitag mit. Das Aktienpaket von zuletzt noch 12,4 Prozent geht an die US-Investmentbank Goldman Sachs, die damit größter Aktionär bei Mitsubishi wird. Der Verkauf schlägt treibt das Finanzergebnis um 500 Millionen Euro in die Höhe. Die Transaktion soll spätestens Ende November abgeschlossen sein.

Den Ausstieg bei dem Verluste schreibenden japanischen Autobauer vollzog Daimler-Chrysler in Raten. Nachdem sich Daimler-Chrysler im vergangenen Jahr nicht an einer Kapitalspritze für Mitsubishi beteiligt hatte, wurde der dadurch verwässerte Anteilsbesitz nur noch als Finanzbeteiligung geführt. Zuvor hatte der scheidende Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp Mitsubishi als asiatischen Teil seiner „Welt-AG“ gesehen und entsprechend operativen Einfluss ausgeübt.

Mitsubisihi und seine frühere Lkw- und Bus-Tochter Fuso, an der Daimler-Chrysler weiterhin einen Anteil von 85 Prozent hält, waren durch jahrelang unterdrückte Qualitätsprobleme in die Schlagzeilen geraten. Die Japaner zahlten wegen dieser Täuschung auch Schadenersatz an den ehemaligen Großaktionär Daimler-Chrysler.

Die laufenden Kooperationsprojekte mit Mitsubishi will der Stuttgarter Konzern ungeachtet des Rückzugs weiterführen. Besonders bei Daimlers Kleinstwagen Smart arbeiten die beiden zusammen: Motoren werden gemeinsam entwickelt und der viertürige Smart wird bei Mitsubishi im niederländischen Born produziert. Eventuell stehen sogar neue Projekte an.

Daimler-Chrysler-Vorstand Rüdiger Grube, der für die Konzernstrategie verantwortlich ist, verlässt mit dem Anteilsverkauf das Board of Directors von Mitsubishi.

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