Antrag bereits im Januar gestellt
Barr greift Patentschutz für "Yasmin" an

Der US-Pharmakonzern Barr Pharmaceuticals will in den USA den Patentschutz für die umsatzstarke Antibaby-Pille Yasmin des Berliner Konkurrenten Schering anfechten.

HB CHICAGO. Barr habe den Zulassungsantrag für ein Nachahmermedikament von Yasmin in den USA bereits im Januar gestellt, teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Schering bekräftigte, das Patent zu verteidigen. Das lukrative Verhütungsmittel war vergangenes Jahr mit einem Umsatz von 429 Millionen Euro der zweitgrößte Erlösbringer des deutschen Konzerns. Im Vergleich zu 2003 betrug das Umsatzplus von Yasmin 48 Prozent.

Schering hatte vor zwei Wochen bereits mitgeteilt, den Patentschutz für Yasmin verteidigen zu wollen. Ein so genanntes Formulierungspatent für das Medikament sei noch bis 2020 gültig.

Ein weiteres Patent für die Pille läuft nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde FDA 2013 aus. Mitte März war bekannt geworden, dass in den USA ein Zulassungsantrag für ein Yasmin-Generikum eingereicht worden war, weitere Details blieben damals aber offen. Schering-Aktien waren daraufhin um mehr als zwei Prozent abgesackt.

Das Verhütungsmittel ist nach Schering-Angaben mittlerweile in mehr als 70 Ländern erhältlich. In diesem Jahr erwarten die Berliner bei Yasmin ein „sehr überzeugendes“ zweistelliges Umsatzwachstum. Das Präparat gilt bei Experten als technisch sehr anspruchsvoll und daher schwer zu kopieren.

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