Anzeichen für Fusion
Dillinger Hütte und Saarstahl rücken zusammen

Die saarländischen Stahlkonzerne Dillinger Hütte und Saarstahl steuern nach einem Pressebericht auf eine Fusion zu.

dpa-afx FRANKFURT. Es gebe eine Reihe von Anzeichen für diesen Schritt, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". So werde Karlheinz Blessing, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Dillinger Hütte, diesen Posten von Anfang Juli an auch bei Saarstahl übernehmen. Schon im kommenden Jahr könnte es eine weitere Personalunion dieser Art geben.

Auch unterhalb der Vorstandsebene wachsen die Konzerne zusammen. So wurde vor kurzem die Führungskräfteentwicklung zusammengelegt, und im vergangenen Jahr wurde eine gemeinsame Einkaufsgesellschaft gegründet. Weitere Projekte dieser Art sind in den Bereichen Instandhaltung und Informationstechnologie geplant. Durch die Verschmelzung würde ein Unternehmen mit einem Umsatz von vier Mrd. Euro entstehen, der in Deutschland die Nummer drei hinter Thyssen-Krupp und Salzgitter wäre.

Das Nachsehen hätte Weltmarktführer Arcelor Mittal, der sein Engagement an der Saar mit einer Übernahme beider Unternehmen gerne ausbauen würde, schreibt die Zeitung. Arcelor Mittal hält 51 Prozent an der Dillinger-Dachgesellschaft DHS und ist indirekt an Saarstahl beteiligt. Wichtige Entscheidungen werden in der DHS allerdings mit einer Mehrheit von 70 Prozent gefällt. Der andere DHS-Aktionär ist die Montanstiftung Saar, in der frühere Anteile des Saarlands gebündelt sind.

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