Arbeitskampf geht weiter: Nürnberger AEG-Werker kehren an die Bänder zurück

Arbeitskampf geht weiter
Nürnberger AEG-Werker kehren an die Bänder zurück

Gut drei Wochen ruhte im AEG-Hausgerätewerk in Nürnberg die Arbeit. Bis Weihnachten waren es die Streiks gegen die Schließung, dann folgten Betriebsferien. Mit der Wiederaufnahme der Produktion am Mittwochmorgen geht auch der Arbeitskampf weiter.

HB NÜRNBERG. Etwa 800 Mitarbeiter seien regulär zur Frühschicht erschienen, sagte AEG-Sprecher Michael Eichel. Auch in der Nachmittags- und Nachtschicht solle normal gearbeitet werden. Erneute Protestaktionen seien zunächst nicht angekündigt.

Wie Eichel weiter sagte, werden am kommenden Montag in München die Verhandlungen zwischen Arbeitnehmervertretern und der Geschäftsführung von Electrolux-Deutschland über die Konditionen der geplanten Werksschließung aufgenommen. Der Betriebsrat versucht, möglichst hohe Abfindungen für die Mitarbeiter auszuhandeln.

Der schwedische AEG-Mutterkonzern Electrolux hatte am 12. Dezember bekannt gegeben, das Nürnberger Werk mit seinen 1 750 Beschäftigten aus Kostengründen bis Ende 2007 zu schließen und die Produktion von Waschmaschinen und Geschirrspülern nach Polen zu verlagern. Dort entstehen derzeit zwei Fabriken.

Nach Einschätzung von Kritikern ist die Werksschließung wirtschaftlich unnötig und in erster Linie politisch gewollt. Durch einen strikten Sparkurs sowie Investitionen in neue Technologien hätte das Nürnberger Traditionswerk konkurrenzfähig werden können. Das Electrolux-Management habe sich auch für Zugeständnisse der Arbeitnehmerseite nicht interessiert.

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