Arbeitskampf
Norwegens Ölbranche droht der Stillstand

Schon bald könnte die Öl- und Gasproduktion in Norwegen wegen Streiks komplett zum Erliegen kommen. Am Sonntag sind die Tarifgespräche für rund 7.000 Mitarbeiter zum dritten Mal gescheitert.
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OsloEine Verschärfung des Arbeitskampfes droht die norwegische Ölbranche vollends lahmzulegen. Die Öl- und Gasproduktion könne ab Dienstag zum Erliegen kommen, erklärten sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeber am Sonntag, nachdem am Morgen die Tarifgespräche für die rund 7.000 Beschäftigten auf den Bohrplattformen vor der Küste nach 13 Stunden zum dritten Mal gescheitert waren.

"Der Streik geht weiter. Das ist eine sehr ernste Situation", sagte der Chefunterhändler des Branchenverbands OLF, Jan Hodneland. Der seit zwei Wochen andauernde Arbeitskampf war am Donnerstag mit der Arbeitgeber-Drohung eskaliert, ab Dienstag alle Beschäftigten auszusperren. Der zum größten Teil dem Staat gehörende Ölkonzern Statoil will die Produktion dann einstellen.

Hauptstreitpunkt ist die Gewerkschaftsforderung nach einer Vorruhestandsmöglichkeit ab einem Alter von 62 Jahren. Die Arbeitnehmervertreter riefen die Regierung auf, nicht in den Konflikt einzugreifen. Die Arbeitgeber sollten ruhig "ein paar Tage schwitzen", hieß es in einer Erklärung. Eine verordnete Schlichtung wäre Verrat an der Tarifautonomie.

Händler am Ölmarkt hoffen dennoch auf ein Eingreifen des Staates, wie es vor acht Jahren die damals konservative Regierung tat. Die nun regierenden Sozialdemokraten halten sich bislang aber zurück und dürften dabei auch die Wahl im nächsten Jahr im Auge haben. Das Ölministerium, erklärte, es habe keine Pläne für eine Intervention.

Händler befürchten weitere Auswirkungen am Ölmarkt. Schon in der vergangenen Woche schob der Arbeitskampf den Preis kräftig an. Norwegen ist der weltweit achtgrößte Ölexporteur. Der Streik hat die Produktion bereits um 13 Prozent geschmälert. Norwegens Gasproduktion ging um vier Prozent zurück. Das Land ist auch der zweitgrößte Gaslieferant für Europa. Größte Abnehmer sind Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Haben wir deswegen hier in Griechenland eine Preiserhöhung um bis zu 5 Cent / Liter ? Pelopones : Avin Benzin heute = 1,749 Euro ( Teuro ).

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