Arbeitsniederlegung am Donnerstag
Opel-Arbeiter planen Streik

Mit europaweiter Solidarität protestieren die Opel-Arbeiten in ganz Europa gegen die Einstellung der Astra-Produktion in Antwerpen. Die Gewerkschaften fordern insgesamt einen Verzicht auf weitere Stellenstreichungen. Doch so ganz einig sind sich die Gewerkschafter der verschiedenen Produktionsländern mit ihren Forderungen nicht.

HB RÜSSELSHEIM/BRÜSSEL. Aus Protest gegen Produktions- und Jobabbau wollen die Beschäftigten der Autohersteller Opel, Saab und Vauxhall am (morgigen) Donnerstag europaweit die Arbeit niederlegen. In einem am Mittwoch in Rüsselsheim verbreiteten Aufruf forderten die IG Metall und der Europäische Metallgewerkschaftsbund (EMB) vom Opel-Mutterkonzern General Motors den Verzicht auf einen weiteren Stellenabbau. Notwendig sei ein Zukunftsvertrag für alle europäischen GM-Werke mit einer Laufzeit bis 2016.

Auslöser des Protesttages ist das drohende Aus der Astra-Produktion in der belgischen Stadt Antwerpen. Ab dem Frühjahr 2010 sollen in dem Opel-Werk statt des Astra Fahrzeuge der Marke Chevrolet montiert werden. Nach Angaben der Arbeitnehmervertreter ist von etwa 80 000 Fahrzeugen pro Jahr die Rede, deutlich weniger als derzeit. Noch in diesem Jahr will General Motors in Antwerpen 1 400 Stellen streichen. Die Beschäftigten in dem belgischen Werk streiken gegen die GM-Pläne bereits seit Mittwoch vergangener Woche. Die Gewerkschaften und der Opel-Betriebsrat dagegen fordern für Antwerpen den Bau von mindestens zwei Fahrzeugen in einem ausreichenden Volumen.

In Deutschland beteiligen sich alle vier Opel-Werke an der Protestaktion. Die Arbeitsniederlegungen beginnen nach Angaben der IG Metall um 11.00 Uhr in Rüsselsheim und Kaiserslautern. Um 12.00 Uhr sollen sich die Opel-Mitarbeiter in Bochum und um 14.00 Uhr die Beschäftigten in Eisenach anschließen. Zugleich wollen die Opel-Mitarbeiter mit ihrer Protestaktion der Forderung nach einer Lohnerhöhung von 6,5 Prozent im Tarifkonflikt der Metallindustrie Nachdruck verleihen.

Die Opel-Beschäftigten in Antwerpen kündigten unterdessen an, sie wollten ihren Streik bis zum kommenden Dienstag verlängern. Der Ausstand sollte zunächst mit weiteren Gesprächen zwischen Arbeitnehmervertretern und dem Management von General Motors am (morgigen) Donnerstag enden. Die Verhandlungen wurden aber vertagt.

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