Arbeitsplätze vor Rettung
Insolvenzverwalter optimistisch bei Edscha-Verkauf

Der Insolvenzverwalter des Automobil- Zulieferers Edscha sieht realistische Chancen, das Unternehmen an einen Investor verkaufen und damit viele Arbeitsplätze zu erhalten. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Remscheid mit.

HB REMSCHEID/MÜNCHEN. Voraussetzung sei allerdings die konsequente Umsetzung eines Sanierungskonzeptes, sagte Insolvenzverwalter Jörg Nerlich laut Mitteilung. Dieses Konzept werde derzeit mit dem Vorstand erarbeitet. "Nach dem ersten Eindruck bin ich zuversichtlich, dass eine Sanierung gelingen wird", sagte Nerlich.

Die Löhne und Gehälter der rund 2 300 Mitarbeiter in Deutschland sind den Angaben zufolge bis einschließlich April gesichert. Die Produktion laufe an allen Standorten weiter, hieß es. "Die bisherigen Gespräche mit den Beteiligten, darunter Kunden, Lieferanten und Banken, verliefen trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise, von der die Automobilbranche besonders getroffen ist, sehr konstruktiv", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter. Die Beteiligten hätten ihre Unterstützung klar signalisiert.

Edscha hatte in der vergangenen Woche Insolvenzantrag gestellt. In Deutschland sind davon rund 2 300 Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen und an den drei ostbayerischen Standorten in Hengersberg, Hauzenberg und Regensburg betroffen. Europaweit gilt der Insolvenzantrag nach Angaben des Unternehmens für 4 200 Beschäftigte an insgesamt elf Standorten. Als Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nannte das Unternehmen massive Auftragseinbrüche und zunehmend schwierige Finanzierungsbedingungen. Edscha produziert Cabriodächer und Türscharniere für die Automobilindustrie.

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