Arcelor-Chef rechnet nicht mit Einbruch: Stahlpreise dürften hoch bleiben

Arcelor-Chef rechnet nicht mit Einbruch
Stahlpreise dürften hoch bleiben

In diesem Jahr rechnet der weltweit zweitgrößte Stahlproduzent Arcelor nicht mit einem Einbruch der Stahlpreise. Einer Studie zufolge müsse sich Deutschland sogar langfristig auf hohe Rohstoffpreise einstellen.

HB LUXEMBURG. „Ich glaube nicht an einen Preis-Zusammenbruch in der zweiten Jahreshälfte“, sagte Arcelor-Chef Guy Dolle am Montag bei einer Stahlkonferenz in Luxemburg. Die Stahlpreise haben seit Anfang 2004 massiv angezogen. Einer der Hauptgründe dafür ist der steigende Bedarf der wachsenden Wirtschaft Chinas.

In der vergangenen Woche hatte der brasilianische Minenbetreiber CVRD mit Arcelor eine Vereinbarung getroffen, den Preis für Eisenerz um 71,5 % anzuheben. Arcelor hatte kurz darauf bekannt gegeben, die höheren Kosten in den nächsten Quartalen an seine Kunden weitergeben zu wollen.

Angesichts der hohen Rohstoffpreise würden die europäischen Stahlhersteller versuchen, die Preise im zweiten Quartal anzuziehen. Er sehe keinen Grund dafür, warum sie im zweiten Halbjahr einen Preisverfall akzeptieren sollte, sagte Dolle. Der deutsche Stahlverband hatte vor einigen Tagen erklärt, er erwarte 2005 eine Abflachung des Stahlbooms auf dem heimischen Markt. Die globale Rohstoffknappheit werde jedoch das Jahr hindurch anhalten.

Für 2005 sei mit einem Anstieg der Weltstahlerzeugung von rund 4,7 % auf 1,11 Mrd. Tonnen zu rechnen, hatte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Dieter Ameling, erklärt. In Deutschland werde es jedoch einen geringeren Anstieg von 1,5 % auf 47 Mill. Tonnen geben.

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