Arcelor-Offerte
Mittal-Plan überzeugt Frankreich und Spanien nicht

Der weltgrößte Stahlproduzent Mittal Steel hat die europäischen Regierungen auch in seiner jüngsten Informationsoffensive noch nicht von seinen Übernahmeplänen für den Konkurrenten Arcelor überzeugen können. Frankreich und Spanien wollen mehr wissen.

HB PARIS/MADRID. Regierungsvertreter Frankreichs und Spaniens erklärten am Mittwoch übereinstimmend, ein von Mittal vorgelegter sechsseitiger Bericht zu den Fusionsplänen sei unzureichend und räume bestehende Zweifel nicht aus. Das Dokument sei vor allem deshalb ungenügend, weil Mittal ursprünglich einen umfassenden Geschäftsplan für ein mögliches Gemeinschaftsunternehmen in Aussicht gestellt habe. Beide Länder betonten, es gebe Bedarf für ein persönliches Treffen mit Mittal-Vertretern.

Mittal hatte für Arcelor kürzlich rund 19 Milliarden Euro geboten und war mit diesem feindlichen Angebot auf heftigen Widerstand nicht nur bei Arcelor selbst, sondern auch bei den europäischen Regierungen gestoßen. Arcelor wurde 2002 gegründet und ist ein Zusammenschluss französischer, belgischer, luxemburgischer und spanischer Stahlkonzerne. In jedem der vier Länder beschäftigt das Unternehmen Mitarbeiter, insgesamt sind es 75 000. Die Politiker befürchten unter anderem einen Stellenabbau nach der Fusion.

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