Areva und Suzlon führen zusammen
Übernahmekampf um Repower entschieden

Die erbitterte Übernahmeschlacht um den Hamburger Windkraftanlagenbauer Repower ist entschieden. Einen Sieger gibt es allerdings nicht. Der französische Atomkonzern Areva und die indische Suzlon haben sich auf eine gemeinsame Führung des Unternehmens geeinigt.

HB PARIS/HAMBURG. Beide Unternehmen hätten ein Kooperationsabkommen getroffen, teilte Areva am Donnerstag in Paris mit. Der französische Staatskonzern Areva und die indische Suzlon hatten zuvor mit ihren Übernahmeangeboten nicht die Mehrheit an dem Hamburger Unternehmen erlangt. Die Frist, während der die Aktionäre noch die Angebote von Areva von 140 Euro und Suzlon von 150 Euro je Aktie hätten annehmen können, wäre an diesem Freitag um Mitternacht ausgelaufen.

Areva wolle „nicht weiter gehen“, weil es unwahrscheinlich sei, dass noch eine Stimmenmehrheit bei Repower erreicht werden könne, hieß es weiter. Deswegen, und wegen des aktuellen Aktienkurses (am Freitag 168 Euro), sowie in Anbetracht der beträchtlichen Wertsteigerung, habe sich Areva dafür entschieden, keine weiteren Schritte zu unternehmen. Beide Unternehmen halten mehr als 30 Prozent an Repower.

Mit dem Konkurrenten Suzlon sei vereinbart worden, dass Areva weiterhin REpower unterstütze und der bevorzugte Suzlon-Lieferant auf dem Feld des Stromverteilung und -übertragung werde. Außerdem erhalte Areva eine gesicherte Ausstiegsmöglichkeit, die einen Gewinn von mehr als 350 Mill. Euro garantieren würde.

Suzlon hatte bereits zuvor eine Zusammenarbeit mit Areva angeboten, falls keiner der beiden Bieter eine Mehrheit erreicht. Areva hatte dies zunächst abgelehnt.

Der französische Atomanlagen-Hersteller Areva hatte den Bieterkampf im Januar mit einem Angebot von 105 Euro je Aktie eröffnet und war wenig später von der indischen Suzlon-Gruppe mit 126 Euro überboten worden. Das letzte Angebot von Suzlon über 150 Euro bewertete das gesamte Unternehmen ReEpower mit 1,22 Mrd. Euro; das ist ungefähr vier Mal so viel wie vor einem Jahr.

Der Staatskonzern Areva will ein neues Geschäftsfeld für alternative Energien aufbauen, die mittelständische Suzlon-Gruppe zu den führenden Windanlagen-Herstellern weltweit aufsteigen. Der Repower-Vorstand hatte beide Angebote begrüßt und seinen Aktionären die Annahme der jeweils höheren Offerte empfohlen.

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