Arzneimittel
Stada kommt in rote Zahlen

Der Arzneimittelhersteller Stada ist in die roten Zahlen gerutscht. Hohe Abschreibungen in Serbien drücken das Ergebnis. Aber die Jahresziele hält das Unternehmen noch für erreichbar.
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HB FRANKFURT. Schwierigkeiten in Serbien haben den Arzneimittelhersteller Stada in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich stand für das dritte Quartal ein Verlust von 11,2 Millionen Euro in den Büchern, nachdem noch vor Jahresfrist ein Gewinn von 23,2 Millionen Euro erwirtschaftet wurde, wie der Generikaproduzent am Donnerstag im hessischen Bad Vilbel mitteilte.

Zahlungsschwierigkeiten serbischer Großhändler führten dazu, dass Stada Forderungen abschreiben musste. Der Konzern hatte bereits Ende September davor gewarnt, das wegen der Probleme in dem osteuropäischen Land die Jahresziele gefährdet sind. Serbien ist einer der wichtigsten Auslandsmärkte für den Konzern.

Stada setzte in den Monaten Juli bis September 399,7 Millionen Euro um - ein Plus von vier Prozent. Dabei half das Auslandsgeschäft, während der deutsche Markt schwierig blieb. In den ersten neun Monaten stand das Auslandsgeschäft für 67 Prozent des Konzernumsatzes. Der operative Gewinn brach im dritten Quartal um 85 Prozent auf 6,3 Millionen Euro ein.

Analysten hatten im Schnitt mit 7,2 Millionen Euro gerechnet. Stada habe in den ersten neun Monaten des Jahres seine Aktivitäten im Ausland verstärkt, um sich unabhängiger zu machen vom deutschen Markt, erklärte der Vorstand. "Und auch in Serbien gehen wir nach den dortigen Belastungen des dritten Quartals durch die nun veränderte lokale Geschäftspolitik von einer Erholung ab dem laufenden vierten Quartal aus", erklärte Vorstandschef Hartmut Retzlaff.

Seine Geschäftsziele für das Gesamtjahr hält Stada für noch knapp erreichbar. Es bestehe weiterhin die Chance, dass 2010 bei Bereinigung einmaliger Sondereffekte der Konzernumsatz steige und auch das operative Ergebnis zulege. Der Vorstand bekräftigte die langfristigen Geschäftsziele. Stada peilt für 2014 einen Konzernumsatz von rund 2,15 Milliarden Euro, einen Konzerngewinn von rund 215 Millionen Euro und ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibnungen von rund 430 Millionen Euro an.

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