Arzneimittelforschung: Milliarden-Deal: Amgen und Takeda arbeiten zusammen

Arzneimittelforschung
Milliarden-Deal: Amgen und Takeda arbeiten zusammen

Das weltgrößte Biotechunternehmen Amgen und der japanische Pharmakonzern Takeda haben eine milliardenschwere Zusammenarbeit in der Arzneimittelforschung vereinbart. Takeda verbessert dadurch seine Stellung auf dem japanischen Markt.

HB TOKIO. Amgen kann dabei auf Zahlungen von bis zu 1,2 Mrd. Dollar von Takeda hoffen, während sich Japans größter Pharmakonzern Zugang zu neuen Medikamenten sichert. Takeda werde die japanische Tochter von Amgen übernehmen und für den weltweit zweitgrößten Pharmamarkt Japan bis zu 13 Medikamentenkandidaten der US-Firma entwickeln und vermarkten, teilten die Firmen am Montag mit. Dabei handle es sich um Substanzen, die sich in der frühen bis mittleren Phase der klinischen Überprüfung am Menschen befinden, unter anderem in den Therapiegebieten Krebs, Entzündungen und Schmerz.

Da bei Takeda 2011 das US-Patent seines lukrativen Diabetes-Mittel Actos ausläuft, muss das Unternehmen dringend seine Arzneimittel-Pipeline ausbauen. Takeda leistet für die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte zunächst eine Vorauszahlung von 200 Mill. Dollar an Amgen. Darüber winken dem US-Konzern bis zu 702 Mill. Dollar an Entwicklungs- und Meilensteinzahlungen. Die Japaner werden zudem Amgens Partner für ein noch in der Entwicklung befindliches Krebsmedikament und bezahlen dem Biotechkonzern dafür weitere bis zu 275 Mill. Dollar. Die beiden Unternehmen wollen sich die Forschungskosten für das Mittel teilen.

Amgen bekommt mit der Vereinbarung Geld für die Restrukturierung seines US-Geschäfts in die Kasse. Der weltgrößte Biotechkonzern muss seine Kosten senken, nachdem Sicherheitsbedenken zu einem Umsatzeinbruch bei seinem Top-Medikament Aranesp in den USA geführt hatten. Amgen hatte daher im vergangenen Jahr mitgeteilt, bis zu 2600 seiner Stellen streichen zu wollen. Die Finanzprognosen von Amgen und Takeda ändern sich durch die Vereinbarung nicht. Beide Unternehmen bekräftigten ihre Gewinnprognose.

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