Arzneimittelhersteller
Reckitt Benckiser ruft Medikament zurück

Der britische Arzneihersteller Reckitt Benckiser ruft sein Schmerzmittel Nurofen Plus zurück. Der Grund: Dem Medikament wurde ein Psychopharmarkum und eine Epilepsie-Arznei beigemischt. Der Konzern spricht von Sabotage.
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LondonNach einer mutmaßlich vorsätzlichen Vermischung mit einem ist in Großbritannien das Schmerzmittel Nurofen Plus zurückgerufen worden. Kunden sollten ihre Packungen in die nächstgelegene Apotheke zurückbringen, hieß es am Freitag in einer Erklärung des Herstellers Reckitt Benckiser. Der Konzern ging davon aus, dass die Verunreinigung des Schmerzmittels auf Sabotage zurückzuführen sei. An der Suche nach den Verantwortlichen sei auch die Polizei beteiligt.

Die Verunreinigung von Nurofen Plus hat den Angaben zufolge keine ernsthaften gesundheitlichen Folgen für die Konsumenten, Reckitt Benckiser wolle aber keinerlei Risiken eingehen.    

Derzeit seien etwa 250.000 Päckchen Nurofen Plus im Umlauf, hieß es in der Erklärung. Vor der Rückrufaktion hatte die britische Arznei-Aufsichtsbehörde eine Warnung ausgesprochen, dass einige Packungen Nurofen Plus das Psychopharmakum Seroquel XL enthielten, das zur Behandlung von Schizophrenie, Manien und bipolaren Störungen verwendet wird.

Seroquel XL wurde nach Angaben des Herstellers in vier Nurofen-Plus-Packungen in London gefunden. Zwei Menschen hätten das verunreinigte Medikament genommen, seien aber wohlauf. Die Einnahme kann zu Schläfrigkeit führen und dadurch eine Gefahr beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen darstellen. In einer anderen Nurofen-Plus-Packung wurde das Epilepsie-Medikament Neurontin entdeckt, das Schwindel auslösen kann

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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