Arzneimittelhersteller
Stada erfreut Börse mit Ausblick

Schwache Zahlen für das erste Quartal, aber die Aktie legt dennoch kräftig zu. Das passt zusammen, wenn ein Unternehmen die Anleger mit einem soliden Ausblick überzeugt. So ist es heute beim Arzneimittelhersteller Stada.

HB BAD VILBEL. Der Arzneimittelhersteller Stada hat im ersten Quartal 2009 bei einem Umsatzrückgang deutlich weniger Gewinn verbucht. Der Konzerngewinn fiel um 20 Prozent auf 24,1 Mio. Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Bad Vilbel bei Frankfurt mitteilte. Der Quartalsumsatz sank binnen Jahresfrist bei Deutschlands drittgrößtem Hersteller von Nachahmer- Medikamenten (Generika) um sechs Prozent auf 375,9 Mio. Euro. Dennoch wurden die Zahlen an der Börse gut aufgenommen. Die Stada-Aktie gehörte zu den gefragtesten Titeln des Tages.

Trotz hohen Preisdrucks von den Krankenkassen konnte das Unternehmen seinen Generika-Umsatz im Inland um 1 Prozent steigern und auch die eigenen Markenprodukte verkauften sich besser als zuvor. Umsatzeinbußen kamen vor allem aus dem Europageschäft. Deutliche Umsatzzuwächse in Russland wurden fast komplett von der Rubelschwäche gegenüber dem Euro aufgezehrt.

Konzernchef Hartmut Retzlaff bestätigte sein Ziel für das Gesamtjahr mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 250 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte der Wert 294,3 Mio. Euro betragen. Die eigene Nettoverschuldung beträgt laut Mitteilung gut eine Milliarde Euro. Dem Unternehmen stünden unter anderem für die Übernahme anderer Hersteller offene Kreditlinien von rund einer halben Milliarde Euro zur Verfügung.

In Neuverhandlungen mit den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) hat Stada nach eigenen Angaben 40 neue Aufträge ergattert, die rund 18 Prozent des ausgeschriebenen Umsatzpotenzials entsprechen sollen. Den eigenen Marktanteil im deutschen Generikageschäft benennt das Unternehmen für das erste Quartal mit 13,2 Prozent, so dass die neuen Verträgen Wachstum versprechen.

An der Börse stieg die Aktie um zwischenzeitlich über fünf Prozent.

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