Arzneimittelhersteller
Stada profitiert von Osteuropa-Geschäft

Die neue Strategie zahlt sich aus: Unter anderem in Russland verzeichnet Stada kräftiges Wachstum. Die Expansion nach Osteuropa hilft der Arzneimittelfirma bei dem Kampf gegen den hohen Preisdruck in der Heimatregion.
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FrankfurtDie Expansion nach Osteuropa zahlt sich für den Arzneimittelhersteller Stada aus. Der Konzern aus dem hessischen Bad Vilbel erzielte im dritten Quartal einen Gewinn von 20,5 Millionen Euro nach einem hohen Verlust von 62,4 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie Stada am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 22,9 Millionen Euro Gewinn gerechnet.

Wie bisher stellte Stada-Chef Hartmut Retzlaff für das Gesamtjahr 2012 einen Umsatzanstieg in Aussicht. Den um Sonderfaktoren bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) will der Generika-Konzern im hohen einstelligen Prozentbereich ausbauen. Beim Überschuss strebt Stada-Chef Retzlaff einen deutlichen Zuwachs an.

Deutschlands drittgrößter Hersteller von Nachahmerpräparaten fokussiert sich schon seit einiger Zeit auf Osteuropa, wo der Konzern unter anderem in Russland kräftig wächst. Dort werden viele Medikamente noch aus der eigenen Tasche bezahlt und der Gesundheitssektor ist zudem noch wenig staatlich reguliert. Mit der Expansion in diese Länder stemmt sich Stada auch gegen den schärferen Gegenwind in seinem Generikageschäft in Westeuropa, wo der Preisdruck auf die Hersteller wegen der Sparmaßnahmen in vielen Ländern zunimmt.

Im dritten Quartal lasteten allerdings Sonderbelastungen für den Verkauf zweier russischer Werke auf dem Ergebnis. Den Konzernumsatz erhöhte Stada im Zeitraum Juli bis September auf 447,2 Millionen Euro von 421,9 Millionen vor Jahresfrist.

Stada bekräftigte außerdem seine Mittelfristziele. Gestützt auf ein mehrjähriges Sparprogramm will Stada 2014 bei einem Umsatz von 2,15 Milliarden Euro den Jahresüberschuss auf 215 (2010: 68,4) Millionen Euro steigern. Seinen bereinigten operativen Gewinn will das Unternehmen dann auf mehr als 430 Millionen Euro ausbauen.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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