Aschewolke
Airlines klagen wegen Flugverbots

Das Flugverbot wegen des Vulkanausbruchs auf Island Ende Mai könnte juristische Folgen haben: Air Berlin und Condor reichten Klage gegen die Bundesrepublik.
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FrankfurtDas wegen der Aschewolke Ende Mai verhängte Flugverbot beschäftigt nun die Justiz: Air Berlin hat als erste deutsche Airline gegen die Flugsicherung DFS geklagt. „Wir wollen mit der Klage prüfen, ob die
Flugbeschränkungen rechtmäßig waren“, sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch. Die Klageschrift sei am Freitag beim Verwaltungsgericht Darmstadt eingereicht worden. Um Schadenersatzforderung gehe es zunächst nicht. Der DFS lag nach Aussagen eines Sprechers keine Klage vor. „Wir sind darauf vorbereitet.“ Er betonte, dass die Flugsicherung das Verbot nicht selbstständig ausgesprochen habe, sondern auf Anweisungen des Bundesverkehrministeriums, dem die DFS unterstellt sei.

Auch die Fluggesellschaften Condor reichte bereits am 24. Juni Klage beim Darmstädter Verwaltungsgericht gegen die Bundesrepublik ein, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte. Die Lufthansa, die wegen des Flugverbots 150 Flüge streichen musste, gibt sich da zurückhaltender und prüft nach Aussagen einer Sprecherin lediglich die Sachlage.

Wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans Grimsvötn hatte die DFS vor einem Monat kurzzeitig den Luftraum über Norddeutschland gesperrt. Die Auswirkungen des Vulkanausbruchs waren aber wesentlich geringer als im vergangenen Jahr, als der Eyjafjallajökull für tagelange Behinderungen und einen Milliardenschaden bei Fluggesellschaften sorgte. Da die Fluglinien die Klage noch nicht ausführlich begründet hätten, könne das Gericht keine konkreten Angaben zum Inhalt machen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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