Asiatisches Bier

Heineken will um Brauerei APB kämpfen

Der Brauereikonzern Heineken will sich beim Kampf um die Mehrheit bei der asiatischen Brauerei Asia Pacific Breweries nicht geschlagen geben. Verhandlungskreisen zufolge wollen die Niederländer ein neues Gebot abgeben.
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Eine Flasche Tiger-Bier neben Heineken-Bier. Quelle: Reuters

Eine Flasche Tiger-Bier neben Heineken-Bier.

(Foto: Reuters)

AmsterdamDie Niederländer erwägen Verhandlungskreisen zufolge, ihr Gebot für das 40-prozentige Paket des asiatischen Konzerns Fraser & Neave (F&N) auf etwa 53 Singapur-Dollar zu erhöhen. Ziel sei, bei dem Geschäft trotz eines Gegengebots des thailändischen Unternehmens Kindest Place über 55 Singapur-Dollar zum Zuge zu kommen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Heineken besitzt bereits 40 Prozent an APB, dem Hersteller der bekannten asiatischen Biermarke Tiger, und würde den Konzern gerne ganz unter seine Fittiche bringen. Heineken hatte F&N deshalb bislang 50 Singapur-Dollar (32 Euro) für dessen APB-Aktien geboten. Probleme bereitet dem europäischen Konzern dabei das thailändische Unternehmen Kindest Place. Dieses besitzt bereits neun Prozent an APB und hatte in der vergangenen Woche F&N angeboten, weitere 7,3 Prozent der APB-Aktien abzukaufen.

Kindest Place gehört dem Schwiegersohn des thailändischen Milliardärs Charoen Sirivadhanabhakdi, welcher den Konzern Thai Beverage kontrolliert. Vor einem Monat hatte Thai Beverage ein Angebot für rund 22 Prozent der Aktien an F&N auf den Tisch gelegt. Jetzt liegt der Ball wieder bei den Niederländern. Diese verhandelten jetzt mit F&N. Offen bleibt, ob Heineken bereit ist, etwas draufzulegen - und falls ja, wie hoch die Summe ausfällt.

Die bisherige Offerte würde dem Konzern rund sechs Milliarden Dollar kosten. Das zu den weltgrößten Bierherstellern gehörende Unternehmen will sich mit der APB-Übernahme das Geschäft in den stark wachsenden asiatischen Schwellenländern sichern. Heineken kommt derzeit auf einen weltweiten Marktanteil von rund 9 Prozent.

  • dpa
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