Asien-Pazifik
BASF plant seinen Umsatz fast zu verdoppeln

Zehn Milliarden Euro will der Chemieriese BASF bis 2020 in der Asien-Pazifik investieren. Davon verspricht sich enorme Umsatzzuwächse und plant, tausende neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.
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FrankfurtBASF setzt auf anhaltend kräftiges Wachstum in Asien und will seine Umsätze in der Region bis 2020 verdoppeln. Rund 25 Milliarden Euro Umsatz will der weltgrößte Chemiekonzern 2020 dort erzielen nach 12,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, wie BASF am Dienstag ankündigte. "Asien-Pazifik wird in den kommenden Jahren mit großen Herausforderungen konfrontiert sein und zugleich der am schnellsten wachsende Markt für die chemische Industrie bleiben", sagte der Asien-Pazifik-Chef des Konzerns, Martin Brudermüller. Er gehe davon aus, dass die Chemieproduktion in der Region bis 2020 um jährlich 6,2 Prozent zunimmt. BASF will mindestens zwei Prozentpunkte stärker wachsen.

Rund zehn Milliarden Euro will BASF mit Partnern bis 2020 in der Region Asien-Pazifik investieren. Das weltgrößte Chemieunternehmen hatte erst vor wenigen Tagen angekündigt, den weiteren Ausbau seines wichtigsten Standorts Nanjing im Schlüsselmarkt China zu prüfen. So erwägt BASF den Ausbau der dortigen Ethylenoxid-Produktion und die Errichtung einer neuen Anlage für Neopentylglykol.

Die Chemikalien werden unter anderem für Wasch- und Reinigungsmittel, für Harze und für Schmierstoffe eingesetzt. Nanjing ist einer von nur zwei großen Verbundstandorten in der Region Asien-Pazifik, in denen eine Vielzahl von Anlagen vernetzt geschaltet sind, die deshalb besonders effizient arbeiten können. Neben Nanjing zählt der Anlagenkomplex in Kuantan in Malaysia dazu. Insgesamt betreibt BASF in der Region mehr als 100 Produktionsstandorte.

Um in Asien-Pazifik noch schlagkräftiger zu werden, will BASF auch sparen und beispielsweise Transportkosten verringern. Ab 2020 sollen zahlreiche Umbauschritte zu jährlichen Einsparungen von rund einer Milliarde Euro führen. Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 rund 75 Prozent der Produkte, die in Asien-Pazifik verkauft werden, vor Ort produzieren. Geschäfte in neuen Märkten in Laos, in Myanmar und in Kambodscha sollen dem Konzern zusätzlichen Schub geben.

Rund 9000 Arbeitsplätze will BASF bis 2020 in der Region Asien-Pazifik schaffen - ein Großteil davon in der Produktion. Auch in der Forschung soll die Region weiter im Konzern gestärkt werden. Die Zahl seiner Forscher dort will BASF bis 2020 auf etwa 3500 von 800 im Jahr 2012 erhöhen. Rund ein Viertel ihrer weltweiten Forschung wollen die Ludwigshafener bis dahin in Asien-Pazifik betreiben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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