Asien und Europa
Satellitenkonzern SES drängt auf Wachstumsmärkte

Mit dem bislang größten Investitionsprogramm will SES, Europas größter Betreiber von TV- und Kommunikationssatelliten, die Wachstumsmärkte in Asien und Europa aufrollen. Mehr als drei Milliarden Euro stehen zur Verfügung.

München"Wir wollen ein wirklich globaler Satellitenbetreiber werden", sagte Romain Bausch, Präsident und CEO, dem Handelsblatt. "Die Nachfrage nach Satellitenkapazitäten in Asien, Lateinamerika und im Nahen Osten wird überproportional wachsen. Mit dem schnellen Ausbau unserer Satellitenflotte schaffen wir die Voraussetzungen, diese Nachfrage zu befriedigen."

Der Konzern mit Sitz in Luxemburg hat für die ehrgeizige Expansion mehr als drei Milliarden Euro zur Verfügung. Nach Unternehmensangaben werden 13 neue Satelliten die neuen Märkte außerhalb Europas abdecken. Vier Satelliten sind bereits gestartet; ein fünfter komme noch vor Ende des Jahres. "Ich erwarte für SES in fünf Jahren einen Umsatz von mindestens einer halben Milliarden Euro in den Schwellenländern", sagt Bausch.

Der europäische Branchenprimus konzentriert sich auf bevölkerungsreiche Schwellenländer wie Brasilien, Indien oder Indonesien. Nach eigenen Angaben macht SES derzeit 56 Prozent seiner Umsätze in Europa. "In den nächsten fünf Jahren wird dieser Anteil unter 50 Prozent fallen", sagt Bausch voraus.

Interesse an Zukäufen

Doch der Konzern plant nicht nur organisch zu wachsen, SES will auch auf Einkaufstour gehen. "Wir sind an Zukäufen interessiert. Aufgrund unserer hohen Liquidität sind wir dazu in der Lage", kündigt Bausch an. "Wenn Satellitenbetreiber auf den Markt kommen sollten - zum Beispiel Measat in Malaysia oder Hellas-Sat in Griechenland -, werden wir diese Opportunitäten im Detail prüfen."

Measat gehört dem Unternehmer Ananda Krishnan, laut "Forbes" der zweitreichste Mann Asiens. Noch ist allerdings unklar, ob Measat auf den Markt kommt. SES ist laut Bausch auch offen für eine Partnerschaft mit dem malaysischen Unternehmen. Hellas-Sat wiederum ist die Satellitentochter der griechischen Telefongesellschaft OTE, einer Tochter der Deutschen Telekom. Bislang aber habe OTE noch keine Verkaufsabsichten geäußert, heißt es in Branchenkreisen.

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