Asiengeschäft boomt
Air Liquide übertrifft die Erwartungen

Der Industriegasespezialist und Linde-Konkurrent Air Liquide hat in der ersten Hälfte dieses Jahres einen kräftigen Gewinnanstieg verbucht. Dazu haben unter anderem das starke Asiengeschäft und Veräußerungsgewinne beigetragen. Die Analystenprognosen haben die Franzosen übertroffen.

HB PARIS. Auch für das Gesamtjahr gab sich Konzernchef Benoit Potier bei Vorlage des Zwischenberichts am Freitag optimistisch: „Für 2007 bekräftigen wir unser Ziel, ein (prozentual) zweistelliges Wachstum beim Nettogewinn zu erzielen.“ Die Gewinnmargen könnten aber durch die Übernahme des Frankfurter Großanlagenbauers Lurgi etwas verwässert werden.

In den ersten sechs Monaten kletterte der Nettogewinn um 16 Prozent auf 556 Mill. Euro. Air Liquide steigerte seinen operativen Gewinn um 6,1 Prozent auf 856 Mill. Euro bei einem Umsatzplus von 2,7 Prozent auf 5,63 Mrd. Euro. „Im ersten Halbjahr haben alle Geschäfte und alle Regionen erhebliches Wachstum gesehen“, erklärte Potier. Das Wachstum in Asien sei besonders gut im zweiten Quartal verlaufen. Das Europa-Geschäft sei solide vorangekommen.

Die führenden Konzerne der Industriegasebranche hatten bislang durch die Bank weg mit ihren Zwischenberichten für die Monate bis Ende Juni überzeugt. Konkurrent Linde hatte für das Halbjahr einen unerwartet kräftigen Umsatz- und Gewinnzuwachs gemeldet. Die US-Konkurrenten Praxair, Air Products und Airgas hatten mit ihren Zahlen zum zweiten Quartal ebenfalls die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Air Liquide und Linde konkurrieren um den Spitzenplatz in der weltweiten Gasebranche.

Die Franzosen verbesserten im Halbjahr dank Preisanhebungen in den USA und Effizienzsteigerungen ihre operative Rendite auf 15,2 Prozent von 14,7 Prozent vor Jahresfrist. Dabei konnte der Konzern negative Währungseinflüsse mehr als wettmachen, die beim den Umsatz um etwa 182 Mill. Euro drückten. Wie viele andere Unternehmen spürte auch Air Liquide die Auswirkungen eines schwachen US-Dollars.

Air Liquide hatte nach langen Verkaufsverhandlungen im April den Kauf der Tochter des Bochumer Gea-Konzerns für 550 Mill. Euro angekündigt. Das Bundeskartellamt hatte dem Zukauf im Juni grünes Licht gegeben.

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