Astra wird ab 2007 in den USA angeboten
Opel soll GM aus der Krise helfen

Der US-Autokonzern General Motors (GM) hat eine Kehrtwende in seiner Geschäftspolitik vollzogen und exportiert künftig Autos seiner Tochter Opel nach Nordamerika. Ab Ende 2007 würden Astra-Modelle aus dem belgischen Antwerpen in den USA und Kanada unter dem Namen der US-GM-Marke Saturn verkauft, teilte das Unternehmen mit. Das Handelsblatt hatte bereits im Mai dieses Jahres über entsprechende Pläne berichtet.

DÜSSELDORF. Gebaut werden sollen die Fahrzeuge im belgischen Antwerpen. „Opel und Saturn passen ganz natürlich zusammen“, sagte Bob Lutz, Vizechef der Opel-Mutter General Motors. Beide Marken könnten so gemeinsam kostengünstig ein starkes Modellprogramm auf die Räder stellen.

Im Gegensatz zum Hauptkonkurrenten Volkswagen war für Opel der große Exportmarkt USA bislang verschlossen, weil GM dort den US-Marken den Vorzug gab. Der anstehende Sprung über den Atlantik wird angesichts des sich abzeichnenden Verkaufsabschwungs des Astra in Europa in erheblichem Maße dazu beitragen, die Opel-Kapazitäten abzusichern. Intern wird mit einem Absatz von 30 000 bis 35 000 Astra pro Jahr in Nordamerika gerechnet. GM-Europe-Chef Carl-Peter Forster erklärte: „Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie wir durch Kontinente übergreifende Zusammenarbeit innerhalb von GM unsere einzelnen Marken stärken können.“

Das Astra-Fahrzeug soll das bisherige Modell Ion der Konzernmarke Saturn ersetzen. Zuletzt hatte Opel Anfang der 70er Jahre den Sportwagen GT in größeren Stückzahlen nach Amerika exportiert.

Der Opel-Betriebsrat begrüßte die Entscheidung. Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Klaus Franz, hatte dies schon seit langem gefordert. Er erhofft sich davon einen positiven Beitrag zur Beschäftigungssicherung in Europa. Franz hatte jüngst angeregt, auch den kleineren Opel Corsa in den USA anzubieten.

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