Astra-Zeneca
Patentverlust schmerzt britischen Pharmakonzern

Astra-Zeneca hat im abgelaufenen Quartal über ein Fünftel seines Gewinns eingebüßt. Der Umsatz schrumpfte um elf Prozent. Besonders bemerkbar machte sich der Verlust des Patents für das bisher umsatzstärkste Medikament.

London/FrankfurtDer britische Pharmakonzern Astra-Zeneca kämpft mit zunehmender Konkurrenz durch günstigere Nachahmermedikamente für sein bislang umsatzstärkstes Medikament. Der Betriebsgewinn brach im zweiten Quartal um mehr als ein Fünftel auf 1,4 Milliarden Dollar ein, wie das Londoner Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um elf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar.

Im Mai verlor der Cholesterinsenker Crestor, mit dem Astra-Zeneca 2015 gut fünf Milliarden Dollar umsetzte, im wichtigen Pharmamarkt USA seinen Patentschutz. Vorstandschef Pascal Soriot setzt nun seine Hoffnungen auf das vielversprechende Geschäft mit Krebs-Immuntherapien, bei denen das Unternehmen eine führende Rolle einnehmen will.

Die Briten stehen dabei aber im Wettbewerb mit anderen Pharmagrößen wie etwa Bristol-Myers Squibb und Roche, die bereits immuntherapeutische Krebs-Präparate auf dem Markt haben. Bis 2023 will Soriot den Umsatz von Astra-Zeneca auf mindestens 45 Milliarden Dollar von 24,7 Milliarden im Jahr 2015 ausbauen – ein Ziel, das allerdings viele Analysten infrage stellen. Sie erwarten, dass der Konzern erst 2018 wieder auf Wachstumskurs zurückkehrt. Für dieses Jahr rechnet Astra-Zeneca unverändert zu konstanten Wechselkursen mit einem Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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