Um nicht in größere Schwierigkeiten zu kommen, erweitern die Hersteller ihre Kapazitäten. Areva
hat im vergangenen Jahr 11 500 neue Mitarbeiter eingestellt, denn nach der Unterzeichnung von zwei Aufträgen für Atomkraftwerke in China soll im nächsten Jahr der Baubeginn erfolgen.
Die drei großen japanischen Anbieter nehmen derzeit viel Geld in die Hand, um sich auf den absehbaren Bedarf einzustellen. "Ich sehe sie auf die kommende Entwicklung gut vorbereitet", sagt ein Analyst in Japan. Die drei großen Spieler Hitachi
, Mitsubishi und Toshiba
werden Branchenschätzungen zufolge in den kommenden drei Jahren zusammen mindestens 720 Mill. Euro investieren, zweimal mehr als in den vergangenen drei Jahren. Experten halten das für ausreichend, um konkurrenzfähig zu sein.
Mitsubishi hat im Mai Pläne für die Erweiterung zweier Werke für Kernkraftwerksteile vorgestellt. Insgesamt verdoppelt sich so die Herstellungskapazität für Turbinen und Abschirmungsausrüstung. Kosten in den kommenden drei Jahren: 300 Mill. Euro. Das japanische Unternehmen will zudem rund 1 000 Leute einstellen, um die vorhandenen 4 500 Mitarbeiter der Kernkraftsparte zu verstärken.
Hitachi
gibt 120 Mill. Euro für die Erweiterung von Anlagen zur Herstellung von Turbinen aus. Hitachi
hat bisher fünf US-Aufträge in den Büchern stehen, Mitsubishi bisher nur zwei.
Toshiba
profitiert von der Übernahme der Branchengröße Westinghouse. In den USA hat Toshiba
acht Aufträge so gut wie sicher oder bereits unterschrieben. "Um dem globalen Bedarf gerecht zu werden, müssen wir uns in vielen Bereichen Personal sichern", sagt ein Sprecher. "Wir bemühen uns derzeit, in den wichtigsten Märkten USA, Frankreich und Südafrika große Ingenieurbüros zu übernehmen." Die 2 000 Mitarbeiter starke Truppe im Nukleartechnik-Entwicklungszentrum der Heimatbasis in Japan will Toshiba
um gut 1 000 Neueinstellungen aufstocken.

