Atomkatastrophe in Japan
Boehringer schließt Betrieb nahe Fukushima

Der Pharmakonzern Boehringer muss einen Betrieb nahe dem Krisenort Fukushima dauerhaft schließen: Seitdem die Region wegen der Atomkatastrophe evakuiert wurde, können die 40 Mitarbeiter dort nicht mehr produzieren.
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Frankfurt„Ich gehe davon aus, dass wir dort nicht mehr produzieren können“, sagte Boehringer-Chef Andreas Barner der „WirtschaftsWoche“ laut Vorabbericht. Trotzdem wolle der Familienkonzern in der drittgrößten Volkswirtschaft präsent bleiben. Bislang hatte Boehringer in Japan drei Werke, darunter den kleineren Betrieb nahe Fukushima.

Barner spricht von guten Aussichten

Über die Geschäfte mit dem neuen Thrombosemittel Pradaxa äußerte Barner sich optimistisch: „Analysten gehen von einem Spitzenumsatz von zwei Milliarden Euro jährlich aus. Das scheint mir plausibel.“ Boehringer hatte mit Pradaxa das Rennen gegen Rivalen um den Markteintritt in den USA gewonnen, nachdem die US-Behörden im Herbst das Mittel zur Vorbeugung vor Schlaganfällen bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen zugelassen hatten. Der Gesamtmarkt für solche Präparate wird von Experten auf weit über zehn Milliarden Dollar geschätzt.

Der Bayer-Rivale sieht sich insgesamt auf einem guten Weg: „Boehringer ist in den vergangenen Jahren zehnmal hintereinander schneller als der Markt gewachsen. Es kann gut sein, dass das auch 2011 wieder zutreffen wird“, sagte der Barner.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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