Atomkraftwerkbetreiber
EDF muss Sparten verkaufen

Der französische Weltmarktführer EDF darf den Atomkraftwerkbetreiber British Energy unter Auflagen übernehmen. Die EU-Kommission gab am Montag grundsätzlich grünes Licht für die Transaktion mit einem Volumen von gut 13 Milliarden Euro. Die Franzosen müssen sich aber unter anderem von einem eigenen Kraftwerk und einer BE-Anlage trennen.

HB BRÜSSEL. Zudem muss Electricite de France ein für ein AKW geeignetes Grundstück verkaufen und ein Mindestmaß an Strom auf dem britischen Großhandelsmarkt verkaufen.

Nutznießer der EU-Auflagen könnte der zweitgrößte deutsche Versorger RWE sein, der in Großbritannien einen seiner Kernmärkte sieht. Der Essener Konzern hatte erst kürzlich sein Interesse an einem Zukauf bekräftigt, sollte EdF nach der BE-Übernahme Anlagen oder potenzielle Standorte abgeben.

Nach monatelangem Tauziehen hatte British Energy im September die nachgebesserte EDF-Offerte über 12,5 Mrd. Pfund angenommen. EDF strebt mit der Übernahme eine Vormachtstellung auf dem britischen Atomstrommarkt. Derzeit sind die Franzosen bereits der fünftgrößte Stromlieferant in Großbritannien. BE betreibt dort acht Atomkraftwerke und ein Kohlekraftwerk und besitzt zudem zahlreiche Flächen, auf denen Atomkraftwerke gebaut werden könnten.

Die Regierung von Premierminister Gordon Brown hat sich den Neubau von Atomanlagen auf die Fahnen geschrieben, um dem Klimawandel zu begegnen und die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten zu verringern. Knapp ein Fünftel des Stroms auf der britischen Insel stammt von Atomkraftwerken, von denen alle bis auf eines in den kommenden 15 Jahren stillgelegt werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%