Atomsausstieg
Eon wird Atomstrom nicht komplett ersetzen

Deutschlands größter Energiekonzern Eon verspürt keinen Druck, seine vom Netz gehenden Atommeiler durch andere Kraftwerke zu ersetzen.
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Berlin„Es gibt keine Strategie, Kernkraftwerkskapazität eins zu eins zu ersetzen“, sagte Vorstandschef Johannes Teyssen am Rande einer Branchenkonferenz in Berlin. „Als Unternehmer frage ich mich immer: Lohnt meine Investition?“ Der Bundestag hat Deutschlands Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2022 besiegelt. Bei Eon hat Atomkraft einen Anteil von 41 Prozent an seiner Kapazität zur Stromerzeugung in Deutschland.

Im Grundsatz habe sich Eon mit der politisch gewollten Energiewende abgefunden. „Wir werden sie angehen und mittragen. Es lohnt kein Nachjammern und Hoffen, dass es anders wird“, sagte Teyssen. Er hielt sich allerdings Schadenersatzforderungen für die erzwungene Abschaltung seiner hoch profitablen Kernkraftwerke offen.

„Natürlich werden Erneuerbare Energien und dezentrale Anlagen einen besonderen Schwerpunkt in Deutschland bilden“, erläuterte Teyssen. „Wir folgen damit auch dem politischen Willen, solche Projekt voranzutreiben.“ Ein starkes Standbein werde die Stromerzeugung aus Windenergie sein, vor allem auf hoher See. Zudem kämen neue Gaskraftwerke infrage - wenn sie rentabel seien, sagte der Eon-Chef.

Der Energieversorger RWE verzichtet nach der Atom-Wende gegen den Wunsch der Bundesregierung vorerst auf den Bau neuer Gaskraftwerke, da diese sich im derzeitigen Markt nicht lohnten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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