AUB-Gründer
Schelsky muss Siemens Millionen zahlen

Der Gründer der IG Metall-Konkurrenzorganisation AUB, Wilhelm Schelsky, muss Schadensersatz in Millionenhöhe an seinen früheren Arbeitgeber Siemens bezahlen. Das Landgericht Fürth begründete sein Urteil damit, Schelsky habe mit dem Geld des Konzerns etwa Sportler gefördert.
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HB NÜRNBERG. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte Schelsky am Mittwoch in einem Zivilprozess in dessen Abwesenheit zur Zahlung von 3,2 Mio. Euro. Eine Widerklage Schelskys gegen Siemens wurde abgewiesen.

Das Gericht entschied, Schelsky habe die 3,2 Mio. Euro im Jahr 2006 erhalten, ohne dafür die vereinbarten Leistungen erbracht zu haben. Daher müsse er das Geld zurückzahlen. Entgegen einer Rahmenvereinbarung vom 22. Januar 2001 habe Schelsky das Geld nämlich nicht für den Aufbau der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsräte (AUB) verwendet, sondern für private Zwecke sowie für die Unterstützung von Sportlern und Sportvereinen.

Schelsky war im November 2008 vom Landgericht Nürnberg-Fürth wegen besonders schweren Betrugs, Beihilfe zur Untreue und Steuerhinterziehung zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, weil der Bundesgerichtshof noch nicht über eine Revision entschieden hat.

Schelsky ist allerdings inzwischen nach Verbüßung eines Teils seiner Strafe wieder auf freiem Fuß.

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