Auch andere Interessenten noch im Rennen
Eon steht vor Übernahme schwedischer Graninge

Der Energiekonzern Eon steht nach Angaben von verhandlungsnahen Kreisen kurz vor der Übernahme des schwedischen Energieunternehmens Graninge . Deutschlands größter Versorger werde den 36,3-prozentigen Anteil von Electricite de France (EdF) und die 17-Prozent-Beteiligung zweier schwedischer Familien für rund eine Milliarde Dollar übernehmen, hieß es in den Kreisen am Donnerstag.

Reuters LONDON. Die Kaufverhandlungen für die Mehrheit an Graninge, die Eon über ihre schwedische Versorger-Tochter Sydkraft führe, seien in einem fortgeschrittenen Stadium. Eon sei angesichts zu erwartender Synergien (mit Sydkraft) offenbar bereit, einen sehr hohen Preis zu zahlen, hieß es.

EdF verhandele allerdings auch noch mit anderen Interessenten über seinen Anteil an Graninge. Mit dem Verkauf hätten die Franzosen die Investmentbank Merrill Lynch beauftragt. Seitens der Familien Nording und Rudbeck gebe es überdies noch Vorbehalte gegen den Verkauf ihres Anteils an Eon, hieß es in den verhandlungsnahen Kreisen weiter.

Die Vereinbarung, die mit einem öffentlichen Übernahmeangebot für die an der Stockholmer Börse notierten zehn Prozent an Graninge verbunden sein dürfte, werde zum Monatsende erwartet, hieß es in den Kreisen weiter. Bei Eon, Sydkraft und Graninge wollte niemand Stellung nehmen.

An der Stockholmer Börse notierten Graninge am frühen Mittag mit 195 schwedischen Kronen, wodurch sich ein Unternehmenswert von rund 13 Milliarden Kronen (etwa 1,6 Milliarden Dollar) errechnet. Eon wurden in Frankfurt bei 45,40 Euro um 0,31 Prozent höher und damit etwas besser als der Marktdurchschnitt gehandelt.

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