Industrie
Auch Arcelor zahlt höheren Erzpreis

Der weltgrößte Stahlhersteller Arcelor zahlt für seine Erzbezüge aus Brasilien ab April auf Dollarbasis deutlich mehr als gegenwärtig. Arcelor stimmte gestern einer Preiserhöhung des weltgrößten Eisenerzproduzenten Companhia Vale do Rio Doce (CVRD) um 71,5 Prozent zu.

mjh DÜSSELDORF. Damit haben sich die Hoffnungen Arcelors zerschlagen, einen günstigeren Abschluss mit CVRD zu erzielen als führende asiatische Stahlhersteller. Diese hatten vor wenigen Tagen bereits eine Preiserhöhung um 71,5 Prozent akzeptiert.

Eisenerz, ein wichtiger Rohstoff für die Stahlproduktion, ist wegen der immensen Nachfrage aus China knapp. Für die Erzeugung einer Tonne Roheisen werden etwa 1,5 Tonnen Eisenerz benötigt.

Arcelor mit Sitz in Luxemburg kauft für die Herstellung von Flachstahl, das sind vor allem Bleche für die Automobilindustrie, jährlich 53 Mill. Tonnen Eisenerz ein. Gut 30 Mill. Tonnen davon bezieht der Konzern bei CVRD, die auch größter Lieferant für den größten deutschen Stahlhersteller Thyssen-Krupp ist.

Der starke Euro dämpft zwar den Preisanstieg für die europäischen Stahlhersteller. Gleichwohl muss Arcelor im Vergleich zum Vorjahr eine zusätzliche Kostenbelastung von etwa 1,3 Mrd. Euro verkraften. Bei Thyssen-Krupp schlägt eine Verteuerung im gleichen Ausmaß mit einer halben Mrd. Euro zu Buche.

Arcelor und Thyssen-Krupp kündigten gestern weitere Preiserhöhungen an. „Wir sind gezwungen, diesen enormen Kostenanstieg an unsere Kunden weiter zu geben“, sagte der Chef von Thyssen-Krupp Stahl, Karl-Ulrich Köhler.

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