Auch bei GM-Insolvenz
Opel will weiter produzieren

Die Hiobsbotschaften für Opel nehmen kein Ende. Zuletzt hieß es, General Motors habe bereits alle Werke des Autobauers an Gläubiger verpfändet. Doch aus der Führungsriege kommt vorsichtige Entwarnung: Selbst bei einer Insolvenz der Mutter könne Opel weiter produzieren – wenn auch nicht mit Erfolgsgarantie.

HB FRANKFURT/MAIN. Eine Insolvenz von General Motors in den USA wäre nach Einschätzung des GM-Europa-Chefs Carl-Peter Forster für Opel nicht existenzbedrohend. „Unsere Produktion und den Verkauf von Autos in Europa würde ein Insolvenzverfahren in den USA nicht betreffen“, sagte Forster dem „Spiegel“.

Zwar könnten Käufer verunsichert werden. „In den USA würde der Staat notfalls für die Garantieversprechen des Herstellers einstehen. Das wäre auch in Europa eine sehr elegante Lösung“, regte Forster an.

Zugleich kritisierte er Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, der sich gegen Staatshilfen für Opel ausgesprochen hat. „VW hat sich gerade für seine Autobank Milliardengarantien vom Staat abgeholt“, erklärte der GM-Europa-Chef: „Und dann lebt VW schon lange nicht schlecht mit dem Staatsanteil von 20 Prozent, den das Land Niedersachsen an VW hält.“

Auf der Suche nach einem Investor für Opel umwirbt der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ zufolge das Emirat Abu Dhabi. Dessen Staatsfonds ist vor kurzem bei Daimler eingestiegen. Ein Opel-Sprecher wollte sich am Samstag nicht zu möglichen Investoren äußern. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hatte vor einigen Tagen von einer Reihe seriöser Interessenten gesprochen.

„Focus“ meldete unter Berufung auf die Bundesregierung, GM habe sämtliche Vermögenswerte wie Werksgelände und Fabriken der europäischen Tochtergesellschaften als Kreditsicherheiten an US-Banken verpfändet. Das mache die Investorensuche nahezu unmöglich. Ein Opel-Sprecher sagte dazu, sollte es in diesem Punkt Probleme geben, würden diese ebenso gelöst wie die inzwischen bereits geklärte Frage des Zugriffs auf Patente.

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