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Auch Chrysler im Plus: Milliardengewinn bei Fiat

Fiat hat im vergangenen Jahr mehr als zwei Milliarden Euro verdient. Auch die Konzerntochter Chrysler hat das erste Mal seit 1997 schwarze Zahlen geschrieben. Für 2012 rechnet der Konzern aber mit einem Umsatzrückgang.

Fiat-Chef Sergio Marchionne und sein Hoffnungsträger, der Kleinwagen Panda. Quelle: AFP
Fiat-Chef Sergio Marchionne und sein Hoffnungsträger, der Kleinwagen Panda. Quelle: AFP

Mailand/Chicago/Auburn Hills/DüsseldorfDer italienische Autobauer Fiat hat zusammen mit Chrysler im vergangenen Jahr rund 2,4 Milliarden Euro Gewinn erzielt. Insgesamt setzten die Italiener 59,559 Milliarden Euro um - eine Steigerung von 66 Prozent gegenüber 2010 (35,88 Milliarden Euro). Die erst im September angehobenen Ziele hat Fiat damit übertroffen.

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Dazu hat vor allem ein starkes Schlussquartal beigetragen. Allein von Oktober bis Jahresende belief sich der Umsatz auf 19,644 Milliarden Euro - knapp ein Drittel des gesamten Jahresumsatzes. Im Vorjahreszeitraum hatten die Italiener noch 9,452 Milliarden Euro umgesetzt - heuer waren es 108 Prozent mehr. Der Gewinn im vierten Quartal beträgt 765 Millionen Euro.

Wegen der schwächelnden Nachfrage in Europa hat Fiat-Chrysler seine Umsatzprognose für dieses Jahr gesenkt. Das transatlantische Unternehmen rechnet jetzt nur noch mit Erlösen 75 Milliarden Euro, wie Fiat-Chrysler am Mittwoch mitteilte. Bislang wurden 85 Milliarden Euro angepeilt. Inhaber von Stammaktien müssen zudem auf eine Dividende für das vergangene Jahr verzichten. Für Optimismus sorgte der Konzern aber mit seiner Prognose für den Geschäftsgewinn in diesem Jahr: Er soll zwischen 3,8 und 4,5 Milliarden Euro und damit über den Erwartungen von Analysten liegen. Die Aktien des Volkswagen -Konkurrenten legten um mehr als vier Prozent zu.

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Die Commerzbank hat das Kursziel für Fiat von 5,20 auf 4,90 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Im Jahr 2011 habe ein besseres Geschäft bei Chrysler schwächere Preise bei Fiat noch ausgeglichen, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Branchenstudie vom Dienstag. Im laufenden Jahr würden weniger Absatz und niedrigere Preise vorwiegend in Europa jedoch zu einer Belastung des Ergebnisses führen. Für den Moment sehe er sich die Aktie weiter an und behalte das "Hold"-Votum bei, Fiats hohe Nettoverschuldung sei aber ein klarer Nachteil gegenüber den Konkurrenten, schrieb der Experte weiter.

Auch bei Chrysler ist die Saure-Gurken-Zeit vorbei: Unter der Regie von Fiat gelang dem verlustreichen US-Autobauer im vergangenen Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Chrysler verdiente unterm Strich 183 Millionen Dollar nach einem Minus von 652 Millionen Dollar im Jahr 2010.

Die beliebtesten Autos der Deutschen 2011

  • Mini

    1. Smart Fortwo: 29.465 verkaufte Einheiten / 16,6 Prozent Marktanteil
    2. Renault Twingo: 21.897 verkaufte Einheiten / 12,3 Prozent Marktanteil
    3. Fiat 500: 16.929 verkaufte Einheiten / 9,5 Prozent Marktanteil

  • Kleinwagen

    1. VW Polo:  90.720 verkaufte Einheiten  /  15,5 Prozent Marktanteil
    2. Opel Corsa: 70.152 verkaufte Einheiten  /  12,0 Prozent Marktanteil
    3. Ford Fiesta:  53.940 verkaufte Einheiten  /  9,2 Prozent Marktanteil

  • Kompaktwagen

    1. VW Golf: 258.059 verkaufte Einheiten  /  32,0 Prozent Marktanteil
    2. Opel Astra: 86.579 verkaufte Einheiten  /  10,8 Prozent Marktanteil
    3. Ford Focus: 61.157 verkaufte Einheiten  /  7,6 Prozent Marktanteil

  • Mittelklasse

    1. VW Passat:  103.507 verkaufte Einheiten  /  22,2 Prozent Marktanteil
    2. Mercedes C-Klasse: 79.820 verkaufte Einheiten  /  17,1 Prozent Marktanteil
    3. BMW 3er:  62.280 verkaufte Einheiten  /  13,4 Prozent Marktanteil

  • Obere Mittelklasse

    1. BMW 5er:  59.756 verkaufte Einheiten  /  36,5 Prozent Marktanteil
    2. Mercedes E-Klasse:  49,961 verkaufte Einheiten  /  30,5 Prozent Marktanteil
    3. Audi A6: 46.076 verkaufte Einheiten  /  28,1 Prozent Marktanteil

  • Oberklasse

    1. Mercedes CLS: 6.248 verkaufte Einheiten  /  21,0 Prozent Marktanteil
    2. BMW 7er:  5.062 verkaufte Einheiten  /  17,0 Prozent Marktanteil
    3. Mercedes S-Klasse:  4.730 verkaufte Einheiten  /  15,9 Prozent Marktanteil

  • Geländewagen

    1. VW Tiguan:  45.662 verkaufte Einheiten  /  12,7 Prozent Marktanteil
    2. BMW X1:  33.480 verkaufte Einheiten  /  9,3 Prozent Marktanteil
    3. Dacia Duster:  22.726 verkaufte Einheiten  /  6,3 Prozent Marktanteil

  • Sportwagen

    1. Mercedes E-Klasse Coupé:  11.410 verkaufte Einheiten  /  23,6 Prozent Marktanteil
    2. Mercedes SLK: 8.610 verkaufte Einheiten  /  17,9 Prozent Marktanteil
    3. Porsche 911: 6.373 verkaufte Einheiten  /  13,2 Prozent Marktanteil

  • Mini-Vans

    1. Opel Meriva:  41.097 verkaufte Einheiten  /  19,0 Prozent Marktanteil
    2. Nissan Qashqai:  32,651 verkaufte Einheiten  /  15,1 Prozent Marktanteil
    3. Mercedes B-Klasse:  30.053 verkaufte Einheiten  /  13,9 Prozent Marktanteil

  • Großraumlimousinen

    1. VW Touran:  55.416 verkaufte Einheiten  /  34,2 Prozent Marktanteil
    2. VW Sharan:  22.055 verkaufte Einheiten  /  13,6 Prozent Marktanteil
    3. Opel Zafira:  19.66 verkaufte Einheiten  /  12,1 Prozent Marktanteil

    Quelle: KBA (Kraftfahrt-Bundesamt)

Angesichts boomender Autoverkäufe vor allem im wichtigen Heimatmarkt geht es jedoch seit Monaten aufwärts mit Chrysler. Der Umsatz sprang um 31 Prozent hoch auf 55,0 Milliarden Dollar. „Das Haus ist in schönster Ordnung“, verkündete Konzernchef Sergio Marchionne am Mittwoch. „Wir sind stolz auf die Arbeit, die wir geleistet haben.“ Vor allem das letzte Jahresviertel lief blendend mit einem Gewinn von 225 Millionen Dollar. Die Schulden schrumpften drastisch, der Marktanteil in den USA legte nach Firmenangaben im Gesamtjahr von 9,2 auf 10,5 Prozent zu. In der Heimat setzte der Konzern mit knapp 1,4 Millionen Wagen der Marken Chrysler, Dodge, Jeep und Ram die Masse seiner Autos ab. Weltweit stieg die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge von 1,6 auf 2,0 Millionen.

Im laufenden Jahr will Chrysler weiter zulegen und auf einen Umsatz von um die 65 Milliarden Dollar kommen. Der Gewinn soll auf unterm Strich rund 1,5 Milliarden Dollar hochschießen. Sollten diese Zahlen erreicht werden, würde Chrysler bei aktuellem Wechselkurs zwei Drittel des angepeilten Konzernumsatzes von 75 Milliarden Euro beitragen.

  • 01.02.2012, 20:36 UhrAnonymer Benutzer: Guenther

    Die Crux ist wohl die Empathie. Wir Deutschen können einfach nicht mit vielen Nationalitäten. Italiener und Amerikaner sind viel offener und respektieren sich gegenseitig mehr. Schließlich wissen wir alles besser und müssen den anderen zeigen, wie es geht und niemals umgekehrt. Traurig, aber wahr (vgl. Volkswagen-Suzuki; da scheitert es genau daran).

  • 01.02.2012, 16:12 UhrAnonymer Benutzer: FIAT

    FIAT hat ein geniales Design und offensichtlich auch hochkommende Manager. Mein nächster Neuwagen wird jetzt doch wohl keinen Stern als Logo haben. Evtl. ist FIAT doch die bessere Wahl.

  • 01.02.2012, 15:29 UhrAnonymer Benutzer: Maxwell

    Ist schon eigenartig Daimler ist nicht in der Lage Chrysler zu sanieren doch gerade die Italiener zeigen das es doch geht.

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