Auch Finanzvorstand geht
Topmanager verlassen Hochtief

Das Hochtief-Management hat gegen die Übernahme des Baukonzerns durch ACS gekämpft. Kurz bevor die Spanier das Kommando übernehmen, verlässt jetzt ein Topmanager nach dem anderen das Unternehmen.
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Immer mehr Hochtief-Topmanager verlassen angesichts der bevorstehenden Machtübernahme durch ACS den größten deutschen Baukonzern. Nach Konzernchef Herbert Lütkestratkötter und dem für das lukrative Asien-Pazifik-Geschäft verantwortlichen Peter Noé machte nun auch Finanzvorstand und Arbeitsdirektor Burkhard Lohr von seinem Sonderkündigungsrecht wegen des Kontrollwechsels bei Hochtief Gebrauch, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der 48-Jährige legt sein Vorstandsmandat zum 18. Oktober nieder.

Die Vorstandsverträge räumen den Hochtief-Topmanagern bei einer tiefgreifenden Veränderung der Eigentümerstruktur ausdrücklich die Möglichkeit zur Kündigung ihres Arbeitsvertrages ein. Finanziell muss sich der Lohr wegen des Schrittes dabei keine Sorgen machen.

Ihm steht laut Vertrag eine Entschädigung von zweieinhalb Jahresbezügen zu. Dies wären bei Lohr mehr als drei Millionen Euro.

Lohr war 20 Jahre für Hochtief tätig und prägte den Wandel des Konzerns vom klassischen Bauunternehmen zum internationalen Baudienstleister maßgeblich mit. Seit 2006 gehörte er dem Vorstand des Konzerns an. ACS wollte sich zu seinem Abgang nicht äußern.

Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter hatte erst kürzlich seinen Abschied zum 12.Mai angekündigt. ACS hält inzwischen über 40 Prozent am größten deutschen Baukonzern. Sein Nachfolger ist das 52-jährige Vorstandsmitglied Frank Stieler, der seit 2009 das Hochtief-Europageschäft verantwortet und als ACS-Wunschkandidat gilt.

Agentur
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DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
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