Auch IG BCE sorgt sich um Arbeitsplätze: Aventis: Angst vor massivem Stellenabbau

Auch IG BCE sorgt sich um Arbeitsplätze
Aventis: Angst vor massivem Stellenabbau

Das französisch-deutsche Pharmaunternehmen Aventis rechnet nach einer eventuellen Übernahme durch den kleineren Konkurrenten Sanofi-Synthelabo mit einen Stellenabbau in fünfstelliger Höhe.

HB PARIS/FRANKFURT. Nach Informationen aus unternehmensnahen Kreisen wird der Aventis-Aufsichtsrat am Mittwoch über die Abwehr der feindlichen Übernahme-Offerte von Sanofi im Volumen von fast 50 Mrd. € beraten. Zudem wolle Aventis die Investoren kommende Woche vom Wert seiner Medikamenten-Pipeline überzeugen, hieß es.

„Nach Aventis-Schätzungen gehen die Synergien von 1,6 Miliarden Euro einher mit 10 000 bis 12 000 Stellenkürzungen oder zehn Prozent der beiden Gruppen“, sagte ein Aventis-Sprecher am Dienstag. In Deutschland arbeiten rund 9000 Menschen für Aventis Pharma, weltweit hat Aventis etwa 71 000 Beschäftigte. Mögliche Auswirkungen einer Übernahme auf die Deutschland-Tochter ließ ein Sprecher unkommentiert. „Es ist zu früh dazu etwas zu sagen. Das wären Spekulationen.“ Bei einem Zusammenschluss der beiden größten Arzneimittelfirmen Frankreichs entstünde ein Pharmariese, der mit der britischen GlaxoSmithKline weltweit um Platz Zwei in der Branche hinter dem US-Unternehmen Pfizer streiten würde.

Aventis war erst im Jahr 2000 aus der Verschmelzung des Frankfurter Hoechst-Konzerns mit Rhone-Poulenc hervorgegangen. In Deutschland arbeitet der überwiegende Teil - etwa 7800 Beschäftigte - im Rhein-Main-Gebiet. In Frankfurt Höchst ist Aventis in der Forschung und Entwicklung, in der Produktion von Wirkstoffen und in der Fertigung der Medikamente tätig. In Bad Soden ist die Verwaltung der Deutschland-Tochter ansässig. Daneben hat Aventis noch einen Teil der Fertigung im Raum Köln mit etwa 500 Mitarbeitern.

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