Auch Johnson & Johnson wächst langsamer
Pfizer spürt Konkurrenz der Generika-Hersteller

Amerikas Pharmabranche bläst ein rauer Wind ins Gesicht. So konnten die Konzerne Pfizer und Johnson & Johnson (J&J) ihre Arzneimittelumsätze im abgelaufenen Quartal nur noch moderat steigern.

HB FRANKFURT/M. Hauptgründe sind die wachsende Konkurrenz der Generika-Hersteller und der Verkaufsstopp wichtiger Produkte wie des Schmerzmittels Bextra. Bereinigt um die Abwertung des Dollars legten die Pharmaerlöse bei Pfizer lediglich um zwei Prozent, bei J&J um gut fünf Prozent zu.

Beide Konzerne sind damit langsamer gewachsen als im Vorjahr und haben Marktanteile verloren. Denn weltweit legt die Branche nach jüngsten Daten des Marktforschungs-Unternehmens IMS Health immer noch um etwa sechs Prozent zu, in Nordamerika gar um rund acht Prozent. Bereits am Montag hatte der US-Konzern Eli Lilly mit geringen Zuwachsraten und einem verhaltenen Ausblick für Enttäuschung gesorgt. Eher schwach dürfte auch der Umsatz bei der Nummer zwei der US-Pharmabranche, Merck & Co, ausfallen. Das Unternehmen leidet unter dem Rückzug des Schmerzmittels Vioxx.

Viele Analysten sehen europäische Pharmahersteller auf Grund ihrer Produkt-Sortimente schon länger in einer etwas günstigeren Position als die US-Konkurrenz. Experten von Goldman Sachs etwa verweisen darauf, dass die Belastungen durch Patentabläufe in den nächsten Jahren zu vier Fünfteln auf US-Firmen entfallen werden. Die Folgen für die Gewinne werden inzwischen aber als weniger dramatisch eingeschätzt als noch vor einigen Monaten. „Kostensenkung kann offenbar einen größeren Schutz für die Ertragsrechnung bieten, als wir gedacht hatten“, urteilten die Morgan-Stanley-Analysten Duncen Moore und Andrew Baum gestern in einer Vorausschau. Grundlage für die Zuversicht ist die Aussicht auf relativ radikale Einschnitte, wie sie jüngst zum Beispiel vom Marktführer Pfizer angekündigt wurden. Der Branchenführer will damit schon 2006 wieder zu deutlich steigenden Gewinnen zurückkehren.

Seite 1:

Pfizer spürt Konkurrenz der Generika-Hersteller

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%