Auch Nutzfahrzeug-Sparte wieder mit schwarzen Zahlen
VW-Chef sieht keine Alternative zu Sparkurs

VW-Chef Bernd Pischetsrieder hat die Notwendigkeit des harten Sparkurses bei dem Autobauer bekräftigt. Für den Konzern gebe es „keine Alternative“, sagte Pischetsrieder am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Wolfsburg. Daran ändert auch nichts, dass Europas größer Autokonzern im vergangenen Jahr mit der Markengruppe VW in die Gewinnzone zurückgekehrt ist. Das Ergebnisniveau sei „weiter unbefriedigend“.

HB WOLFSBURG. „Es sind weiterhin erhebliche Anstrengungen notwendig, um die Zukunft der Volkswagen AG nachhaltig zu sichern“, sagte Pischetsrieder. „Deshalb werden wir unser Leistungssteigerungsprogramm als ,ForMotion plus' fortsetzen und insbesondere die Kernmarke Volkswagen konsequent restrukturieren.“ Die Sanierung der westdeutschen Werke sieht das VW-Management dabei als existenziell für das Überleben des Konzerns an. „Ohne Restrukturierung insbesondere der traditionellen inländischen Werke wäre ein langfristig zukunftsfähiger Volkswagen-Konzern undenkbar“, sagte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch.

Größtes Sorgenkind ist die ertragsschwache Kernmarke VW, zu der neben der Hauptmarke Skoda, Bentley und Bugatti gehören. Sie habe 2005 mit einem operativen Ergebnis von 638 Mill. Euro nach einem Verlust von 25 Mill. Euro im Jahr zuvor zwar deutlich besser abgeschnitten als zuvor. „Aber bei weitem nicht gut genug“, sagte Pötsch. Denn während sich die tschechische VW-Tochter Skoda und die Luxusmarke Bentley prächtig entwickelten, habe VW trotz erheblicher Anstrengungen gerade einmal die operative Null-Linie erreicht. Mitte Februar bereits hatte die Konzernspitze ein tief greifendes Restrukturierungsprogramm für die Marke angekündigt. Davon könnten in den nächsten drei Jahren bis zu 20 000 Beschäftigte betroffen sein, hieß es.

Wie bereits bekannt, stieg das Konzern-Ergebnis vor Steuern dank des Sparprogramms „ForMotion“ 2005 im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Der Umsatz erhöhte sich um sieben Prozent auf rund 95,3 Mrd. Euro. Der Konzern lieferte 5,24 Millionen Fahrzeuge an Kunden aus, das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

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