Auch Porsche und BMW im Minus - Hoffnungsschimmer in Deutschland
VW erleidet in USA herben Absatz-Einbruch

Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen hat im April auf dem weltgrößten Absatzmarkt USA einen heftigen Rückschlag verbucht. Auch Porsche und BMW lagen im Minus, während Daimler-Chrysler ein Absatz-Plus gelang. In Deutschland ist hingegen die PKW-Nachfrage erstmals in diesem Jahr wieder deutlich angezogen.

HB FRANKFURT. Die Neuzulassungen seien im vergangenen Monat in Deutschland schätzungsweise um vier Prozent auf 310 000 Einheiten gestiegen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch in Frankfurt mit. Damit gebe es keinen Anlass, von der Jahresprognose von 3,25 Mill. Neuregistrierungen abzurücken. Trotz der Debatte um die Einführung von Rußpartikelfiltern sei der befürchtete Rückgang bei Diesel-Pkw ausgeblieben. In den ersten drei Monaten waren die Neuzulassungen jeweils rückläufig gewesen, so dass in der Branche bereits mit einem weiteren Stagnationsjahr für die Autokonjunktur gerechnet wurde.

Düster sieht es hingegen auf dem wichtigen US-Markt aus, und hier hat es besonders Volkswagen getroffen. Ein Sprecher von Europas größtem Autobauer begründete den Einbruch am Mittwoch in Wolfsburg auch mit dem Modellwechsel bei Passat und Jetta. Der neue Passat wird im Sommer auf dem US-Markt eingeführt, der Jetta ist im Anlauf. Die neuen Hiobsbotschaften aus den USA trafen zusammen mit den ersten Entscheidungen des großen Hoffnungsträgers in Wolfsburg - VW- Markenvorstand Wolfgang Bernhard.

Die Verkaufszahlen des Konzerns in den USA brachen im April binnen Jahresfrist um 28,1 % auf 18 458 Fahrzeuge ein, teilte VW am Dienstagabend in Auburn Hills mit. Alle wichtigen Modelle liefen wesentlich schlechter als im Vorjahresmonat. Bei der neuen Jetta-Limousine ging der Absatz um 6,6 % auf 7498 Autos zurück, beim auslaufenden Passat um 54,4 % auf 3408. Der Geländewagen Touareg büßte 34,9 % auf 1410 Fahrzeuge ein. Vom Phaeton verkaufte VW von Januar bis März nur noch 61 (Vorjahr: 173) Wagen.

Damit gehört der US-Absatzmarkt und vor allem die Marke VW weiter zu den großen Sorgenkindern der Konzerns. Zur Sanierung der Kernmarke richten sich hohe Erwartungen jetzt vor allem auf den ehemaligen Daimler-Chrysler-Manager Bernhard. Er hatte am Montag sein Amt als neuer Markenvorstand offiziell angetreten, nachdem er bereits seit Februar dem Vorstand als „Minister ohne Ressort“ angehört.

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