Auch Preisrückgang bei Zitrusextrakten
Givaudans enttäuscht die Erwartungen

Weil die Vanille-Preise verfallen sind, hat der Aromen- und Riechstoffkonzern Givaudan einen niedrigeren Umsatz gemacht als von Analysten erwartet worden war.

HB ZÜRICH. So sei der Umsatz im ersten Quartal 2005 um 4,7 Prozent auf 668,7 (Vorjahresperiode 701,6) Millionen sfr gefallen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Rückgang resultiere hauptsächlich aus der hohen Vergleichsbasis des Vorjahresquartals sowie Preisrückgängen bei einigen Rohmaterialen, die an die Kunden haben weitergegeben werden müssen. Zudem habe sich die Straffung bei Produkten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, negativ ausgewirkt, so das Unternehmen.

Givaudan hält trotz des schwachen Jahresstartes an seiner Prognose fest. „Trotz des herausfordernden ersten Quartals ist Givaudan zuversichtlich, ihre führende Marktposition zu verteidigen und 2005 erneut ein gutes Resultat zu erzielen“, heisst es in der Mitteilung.

Vor allem das stärker als erwartet ausgefallene Umsatzminus in der grösseren Division Aromen habe den Konzernumsatz im Quartal gedrückt. So sank der Aromen-Umstz im Jahresviertel um 6,5 Prozent auf 395,6 (423,2) Millionen sfr. Analysten hatten hier mit 415 Millionen sfr gerechnet. Die Preisrückgänge bei natürlichen Rohmaterialen wie Vanille und Zitrusextrakte haben das Ergebnis gedrückt. Daneben habe sich der Basiseffekt und die Bereinigung des Produktportfolios des 2002 von Nestle übernommen Lebensmittel-Aromenproduzenten FIS negativ ausgewirkt.

In der Sparte Duftstoffe ging der Umsatz Givaudan zufolge um 1,9 Prozent auf 273,1 (278,4) Millionen sfr zurück.

„Die Zahlen sind auf den ersten Blick enttäuschend“, sagte Sarasin-Analyst Bernd Pomrehn. Der Aromen-Bereich habe unter einem drastischen Verfall der Vanille-Preise gelitten, die Givaudan unglücklicherweise weitergeben musste.

Die Preise für natürliche Vanille sind in den letzten zwei Jahren auf ein Zwanzigstel zusammengebrochen. Givaudan musste seine Lagerbestände des teuer eingekauften Rohstoffs zum wesentlichen niedrigern Preis an seine Kunden verkaufen. Seitdem setzt das Unternehmen auf die künstlich hergestellte Variante des wichtigen Duft- und Geschmacksstoffs.

Der Givaudan-Aktienkurs hatte seit Jahresanfang vier Prozent zugelegt und sich damit parallel zum SMI entwickelt. Zu den grössten Givaudan-Konkurrenten zählen IFF und die ebenso wie Givaudan in Genf ansässige Firmenich.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Quartalsumsatz von 690,1 Millionen sfr gerechnet.

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