Auch Strabag ist interessiert
Hochtief wirbt um Züblin

Deutschlands größter Baukonzern Hochtief interessiert sich für die Mehrheit und unternehmerische Führung an dem Stuttgarter Baukonzern Züblin.

HB DÜSSELDORF. Die schwäbische Industriellenfamilie Lenz, die derzeit 43 Prozent an Züblin besitzt, wollte die Meldung aus Essen nicht kommentieren. Die Familie ist selbst an der Mehrheit interessiert. Nach Angaben eines Sprechers hatte die Familie Lenz zusammen mit einem US-Finanzinvestor 62 Mill. Euro für die 48,7 Prozent Anteile geboten, die Walter Bau gehört hatten und nach der Pleite des Konzerns bei der Bayerischen Landesbank verpfändet worden sind.



Der Züblin-Konzern erklärte zu Hochtiefs Vorstoß, man sehe ein Engagement eines deutschen Baukonzerns im Kreis der Anteilseigner positiv. Nach Kenntnis des Managements von Züblin sieht das Hochtief- Konzept vor, dass Züblin eigenständig bleiben soll und dass der Großaktionär, die Familie Lenz, weiterhin eingebunden werden soll.

Hochtief strebe ein gemeinsames Vorgehen mit Lenz an. Grundlage für den Einstieg von Hochtief bei Züblin sei die Einigung auf ein unternehmerisches Zukunftskonzept für Züblin, dass im Interesse der alten und neuen Eigentümer sowie Züblin selbst liege, betonte die Sprecherin.

Bereits seit längerem ist auch der österreichische Baukonzern Strabag als Interessent für Züblin im Gespräch. Strabag will die 4,9 Prozent an Züblin übernehmen, die bei Walter Bau liegen, sowie die 48,7 Prozent bei der BayernLB. Für dieselben Anteile interessiert sich auch Hochtief. Der Insolvenzverwalter von Walter Bau und die beteiligten Gläubigerbanken seien über die Pläne informiert worden, sagte eine Hochtief-Sprecherin.

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