Auch Verfahren gegen Manager des Autobauers beendet
Insiderhandel-Ermittlungen gegen Daimler-Vorstand eingestellt

Die Staatsanwaltschaft hat nach rund zwei monatelangen Ermittlungen Daimler-Chrysler-Vorstand Rüdiger Grube vom Verdacht des Insiderhandels mit Aktien des Konzerns frei gesprochen.

hz/mwb STUTTGART. Die Ermittler hätten dem Unternehmen mitgeteilt, dass sich keine Anhaltspunkte für die Verdächtigungen ergeben hätten, sagte ein Daimler-Sprecher. Auch das Verfahren gegen Daimler-Kommunikationschef Hartmut Schick wurde eingestellt.

Die Ermittler waren im September nach Hinweisen der Finanzaufsicht Bafin tätig geworden und hatten Büros und Wohnungen der beiden Manager durchsucht. Ein Daimler-Sprecher sagte, der Konzern erwäge weitere rechtliche Schritte wegen der fälschlichen Beschuldigungen. Grube und Schick hatten bereits Anzeige gegen Unbekannt wegen der Verbreitung von Falschaussagen erstattet.

Ausgelöst hatte die Ermittlungen der Sprecher des Verbandes kritischer Daimler-Aktionäre, Jürgen Grässlin. Er teilte dem Bafin mit, er habe bereits zwölf Tage vor der offiziellen Meldung über den Führungswechsel Informationen über den Rückzug von Konzernchef Jürgen Schrempp zum 31. Dezember 2005 erhalten. Außerdem hätten ein Daimler-Vorstand und eine Führungskraft mit verbotenen Wertpapiergeschäften von dem anschließenden Kursanstieg profitiert.

Daraufhin hatten die Strafverfolger im September Wohnung und Büros der Daimler-Manager Grube und Schick durchsucht, aber auch die Privaträume von Grässlin sowie die Wohnung des Spediteurs Gerhard Schweinle, der von Grässlin im Laufe der Ermittlungen als dessen Mittelsmann für die Informationen benannt worden war.

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