
Herr Schwarzenbauer, der typische Audi-Fahrer ist männlich, erfolgreich, viel unterwegs und braust mit seinem schnellen Audi Avant auf der linken Spur über die Autobahn. Wozu braucht der einen Kleinwagen wie ihren A1?
Peter Schwarzenbauer: Ein schönes Klischee, aber die Wirklichkeit sieht anders aus. Wir haben einen sehr breiten Kundenkreis. Der A1 zielt zum Beispiel auf junge Einsteiger ins Premium-Segment ab. Das sind größtenteils Menschen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren, die vor allem in und um Großstädte herum leben und auf ein schickes Premium-Auto nicht verzichten wollen.
Aber gerade die Zielgruppe, die Sie anpeilen, braucht doch eigentlich gar kein Auto mehr - man wohnt in der Stadt. In den Urlaub oder zum Geschäftstermin geht es mit Bahn oder Flugzeug. Müssten Sie statt einem herkömmlichen Auto nicht viel mehr ein Mobilitätskonzept anbieten?
Wir haben uns sehr stark mit der Mobilität der Zukunft beschäftigt und sogar mit dem Audi Urban Future Award einen eigenen Preis dafür ins Leben gerufen. Aber egal welche Studie man sich zu diesem Thema anschaut, das Ergebnis ist immer das gleiche. Auch im Jahr 2020 oder 2030 wird es noch viele Menschen geben, die auf individuelle Mobilität nicht verzichten wollen. Was sich aus unserer Sicht ändern wird, sind die Mobilitätskonzepte, die man dafür neben Automobilen anbieten muss.
Sie könnten ja aber auch ein Fahrzeug unter dem A1 anbieten. Honda arbeitet an solchen Konzepten, der französische Autobauer Peugeot setzt auf Fahrrad und Motorroller. Und Sie?
Wir haben eher jüngere und aktive Menschen im Blick, die auch mal ein Sportgerät transportieren wollen. Und nicht nur solchen Transportaufgaben ist der A1 weit besser gewachsen als irgendeine Form von Mini-Fahrzeug.
Aber kann sich die junge, urbane Zielgruppe überhaupt ein Auto mit einem Basispreis von fast 16.000 Euro überhaupt leisten?
Die Zielgruppe der Menschen, die sich Premium-Fahrzeuge leisten wollen, nimmt stärker zu als der Markt insgesamt wachsen wird. Weltweit kommen immer mehr Menschen in die Lage, sich solche Produkte kaufen zu können. Dieser Trend ist für uns natürlich sehr positiv. Allein dieses Jahr werden weltweit voraussichtlich vier Millionen Premium-Fahrzeuge verkauft. Prognosen für das Jahr 2020 liegen sogar bei 7,1 Millionen Autos.
Branchenexperten beobachten etwa in Japan den Trend, dass sich junge Menschen mehr für neue technische Geräte wie Smartphones als für Autos interessieren. Wer gewinnt letztlich den Kampf Auto gegen iPhone?
Ich würde sagen beide. Wir haben uns mit dieser Thematik ausgiebig beschäftigt, etwa mit unserer eigenen Studie Premium 2030. Und egal ob es nun Japan oder China ist: Die Aussage, dass sich junge Menschen vom Auto abwenden, können wir nicht nachvollziehen. Die Ergebnisse unserer Untersuchung sprechen eine andere Sprache.
@Romulus
Sicherlich hast du gewissermaßen Recht, dass der heutige Mini nicht mehr ganz der „Alte“ ist, als er noch in englischen Werken unter der Marke Morris gefertigt wurde. Nichtsdestotrotz ist der Mini eine eigenständige Sub-Marke, die unter einer eigenen Plattform gefertigt wird und teils separat vermarktet wird. Zwar werden natürlich Kooperationen insbesondere bei der Motorenentwicklung auch mit anderen Herstellern und Synergien aus dem eigenen Konzern genutzt, doch stellt der Mini immer noch eine eigene Plattform dar. Nichts aus dem Mini (außer vielleicht einige generische bauteile) findet man irgendwo in einem anderen bMW wieder. Das Design steht für sich allein und ist auch gut an dem alten Modell angelehnt und – meiner Meinung nach - gut gelungen. An der Tatsache, dass bMW der Marke zu einem neuen Glanz verholfen hat und sie gerettet hat, kann ich auch nichts aussetzen.
Was den überteuerten Preis angeht, da sind wir sogar bestimmt gleicher Meinung. ich find die Kisten auch zu teuer, doch finde ich generell heutige Autos gemessen an den Durchschnittseinkommen zu teuer. Das steht in keinem Verhältnis. Funktionieren konnte das über die letzten Jahre nur deswegen, weil es die entsprechenden Finanzierungs- und Kreditmöglichkeiten gab, die massiv gepusht wurden und den schönen Nebeneffekt hatten, dass viele Leute über ihre Verhältnisse lebten.
Zusätzlich kamen noch die ganzen reichen Töchter und Yuppies hinzu, welche die Dinger auf Teufel komm raus kauften und sich dadurch der überhöhte Preis etablieren konnte.
@RobCritic
Was bitteschön ist denn am aktuellen Klein-bMW namens Mini denn noch "Tradition oder Kult"???
Die Marketing-Strategen von bMW haben auch nix anderes gemacht als ein leider angeschlagenes weltweit bekanntes Label für wenig Geld aufzukaufen und für eigene Zwecke zu mißbrauchen, sprich für absolut überteuertes Geld einen Namen kaufen, jedoch ohne den alten traditionellen Spirit der Marke auch nur ansatzweise zu erben. Ein Mini war noch ein Mini als Austin oder Morris darauf stand. Jetzt ist er nur noch ein herkömmlicher bMW-Klon. Es steht zwar nicht bMW drauf, aber der Preis ist entsprechend. Wenn das mal keine Mogelpackung ist. Den alten Mini konnte sich früher jeder leisten......Was also ist schlecht daran, dass andere wie Audi von genau dem gleichen Kuchen unter Zuhilfenahme der gleichen Taktiken profitieren wollen. Wenigstens steht auf dem A1 auch Audi drauf, und so aussehen tut er auch, und das ist gut so.
Papperlapapp
Hab selten so einen Mist gelesen, was der Audi-Chef von sich gibt. Na klar geht es darum, Mini Käufer abzuwerben und na klar reden wir hier von der Zielgruppe der Mini Käufer. Ob das klappt, ist jedoch eine andere Sache. Es hat Audi schon seit langem geärgert, dass sie in diesem Segment so schwach sind und von dem Kuchen nix abbekommen. Dewegen jetzt dieses Modell, was einfallsloser nicht sein könnte.
Und obwohl ich generell nix gegen Audi habe (es gibt auch schöne Modelle), so glaube ich dennoch nicht daran, dass ein wirklicher Mini-Fan jemals auf die idee kommen würde, diesen Wagen in Erwägung zu ziehen. Ein Mini ist nun mal ein Mini – hat Tradition, Kult und vor allem ein unverwechselbares Design. Also alles das, was der A1 nicht hat.
Und diese Einfallslosigkeit und das Fehlen von Vorsprung (eher hinterherlaufen von Audi hinter Mercedes und bMW) versucht man jetzt geschickt mit der angeblichen 800 Varianten-Vielfalt zu verschleiern und mit dem Pseudo-individualismus noch zusätzlich unverschämt viel Geld zu machen. Das erinnert ja fast schon an den albernen Trend mit den Handys – diese konnte man sich auch „individuell“ mit diversen farblichen Gehäusen verschönern. Super idee – nee danke, dann lieber doch einen Mini, einen Alfa Romeo Mito, Fiat F500 oder einen Peugeot RCZ. Die haben wenigstens noch Charme im Gegensatz zur geklonten Audi Flotte. Hier sieht jedes Modell gleich aus! Da hätte ich mir schon mehr Mut von Audi gewünscht, etwas völlig Losgelöstes „vom Rest“ zu designen. Dieser A1 ist in meinen Augen eine schwache Leistung des Design Teams. Da hätte man viel mehr draus können als einfach nur den üblichen Audi zu verkleinern.
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