Audi legt im April zu
BMW fährt Mercedes davon

Während von der Nobelmarke Mercedes-Benz im April weniger Fahrzeuge verkauft wurden haben BMW und Audi den Absatz steigern können - wenn auch langsamer als in den Vormonaten. Die Münchener brachten zudem wieder mehr PKW an den Mann als die Stuttgarter Konkurrenz.

HB MÜNCHEN/STUTTGART. Die VW-Tochter Audi habe 77 600 Autos und damit 4,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat abgesetzt, teilte Audi am Montag mit. Der April sei damit der beste Monat der Unternehmensgeschichte gewesen. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres habe Audi einen Absatzzuwachs von zwölf Prozent auf 304 400 Fahrzeuge registriert. Während im April die Zahl der in Europa verkauften Autos um knapp 300 auf 56 900 zurückging, sei die Nachfrage in China weiter stark gestiegen. In dem asiatischen Land habe Audi mit 7 475 Modellen rund 70 Prozent mehr ausgeliefert.

BMW wächst nur mit eigener Marke

BMW hat sein Absatzwachstum im April nur durch Wagen der eigenen Marke fortgesetzt. Die Verkaufszahlen der Marken Mini, Rolls-Royce und der BMW-Motorräder seien hingegen gesunken, berichtete die BMW AG am Montag in München. Die Zahl der verkauften Autos der Marke BMW stieg im April um sieben Prozent auf 99 549. Der Autobauer hat insgesamt 114 885 Fahrzeugen verkauft. Der Mini-Absatz ging durch Baumaßnahmen zur Produktionsausweitung im Werk in Oxford um 16 Prozent zurück. Der Verkauf der BMW-Motorräder sank wegen des langen Winters um 8,5 Prozent.

Absatzwachstum verlangsamt sich

Die bayerischen Autobauer BMW und Audi haben ihr hohes Tempo beim Absatzwachstum im April allerdings nicht halten können. Seit Jahresbeginn liegen die Zuwachsraten der beiden Konkurrenten kumuliert jedoch noch immer im zweistelligen Bereich. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres registrierte Audi ein Absatzplus von zwölf Prozent auf 304 400 Fahrzeuge, BMW verkaufte mit 447 819 elf Prozent mehr Autos. Vor allem die kleineren Modelle trugen den Herstellern zufolge zu dem Wachstum bei - bei Audi der A3 und bei BMW die 3er-Reihe.

Nachdem BMW seinen langjährigen Erzrivalen Mercedes im Winter überholt hat, sehen die Münchener ihre Position an der Spitze ihres Marktsegments gesichert. „Wir haben unsere Position als weltweit führender Hersteller von Premium-Automobilen in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres weiter ausgebaut“, erklärte Vertriebsvorstand Michael Ganal. Wenn auch Audi noch von den Stückzahlen der Münchener entfernt ist, beanspruchen die Ingolstädter bei einzelnen Baureihen bereits Führungspositionen für sich. „Audi ist mit dem A6 im ersten Quartal weltweiter Marktführer im Premium-Segment“, erklärte Ganals Kollege bei Audi, Ralph Weyler.

Deutschland-Absatz von Mercedes eingebrochen

Die Mercedes-Pkw-Gruppe des Autoherstellers Daimler-Chrysler hat im April auf dem deutschen Markt einen herben Absatzeinbruch um fast ein Drittel erlitten. Weltweit musste Daimler-Chrysler mit seinen Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach im zurückliegenden Monat einen Absatzrückgang von fünf Prozent auf rund 101 000 verkaufte Pkw wegstecken.

Daimler-Chrysler teilte bereits am Donnerstag in Stuttgart mit, in Deutschland habe die Mercedes-Gruppe im April nur 25 000 Autos und damit 29,3 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahresmonat verkauft. Wie in den Vormonaten verhagelten die enttäuschenden Verkaufszahlen der Kleinwagenmarke Smart die Absatzbilanz. Bei der Nobelmarke Mercedes-Benz fiel das weltweite Absatzminus im April mit 1,2 Prozent auf 91 300 Fahrzeuge noch glimpflich aus.

Die zur Jahresmitte in einer technisch überholten Variante auf den Markt kommende Oberklasse-Modell E-Klasse werde zusätzliche Verkaufsimpulse liefern, sagte der Autohersteller voraus. Mercedes-Vertriebschef Klaus Maier hatte hingegen vor kurzem vor überzogenen Erwartungen an die E-Klasse gewarnt. „Wenn wir nur den Absatz stabilisieren und an die Verkaufszahl des Vorjahres von 264 000 anknüpfen können, dann ist das eine gute Zielsetzung“, sagte Maier. Damit stammte gut jeder vierte weltweit verkaufte Mercedes-Pkw aus dieser bis zuletzt unter Qualitätsproblemen leidenden Baureihe.

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