Audi und Co.
Oberklasse-Autobauern droht Kartellärger in China

Chinesische Wettbewerbshüter haben ein Auge auf die Machenschaften von deutschen und anderen ausländischen Herstellern von Oberklasse-Autos geworfen. Angeblich treiben diese die Preise in die Höhe.
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Shanghai/MünchenIm weltgrößten Automarkt China drohen deutschen und anderen ausländischen Herstellern von Oberklasse-Pkw laut einem Agenturbericht Kartellermittlungen wegen hoher Preise. Nach Nachforschungen in anderen Branchen sind auch Importfahrzeuge ins Blickfeld der Wettbewerbshüter gerückt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag meldete. Die ausländischen Hersteller strichen beim Verkauf ihrer Luxuswagen in China überzogene Profite ein. Diese seien 30 Prozent höher als im globalen Durchschnitt, zitierte Xinhua einen Vertreter des Branchenverbands. Manches importierte Auto sei in China doppelt so teuer wie in anderen Teilen der Welt, schrieb die Agentur und nannte als Beispiele die Geländewagen Q7 von Audi und X5 von BMW sowie einige Modelle von Land Rover.

Audi wies dies zurück: „Einen großen Teil der Unterschiede in den Preisen machen die Steuern aus“, sagte ein Sprecher. Zudem müsse man auch die Kosten für die Ausstattung berücksichtigen. Viele wohlhabende Chinesen, die sich ein hochpreisiges Oberklasse-Modell - gerne einer deutschen Marke - zulegen, leisten sich teuren technische Feinheiten und erlesenes Interieur. Die Autobauer freuen sich dabei über satte Margen. Zudem ist die Nachfrage in China nach wie vor groß, auch wenn sich das Wachstumstempo verlangsamt hat. Führend im Premiumgeschäft im Reich der Mitte ist Audi, gefolgt von BMW und Mercedes. Experten erwarten, dass das Oberklasse-Segment dort in den nächsten Jahren deutlich stärker wachsen wird als der Gesamtmarkt. Mit schätzungsweise 2,7 bis drei Millionen verkauften Wagen im Jahr 2020 könnte China die USA als weltgrößten Premiummarkt ablösen.

Die Steuern auf Importfahrzeuge betragen in China 25 Prozent, egal für welchen Autotyp. Dazu kommen die Mehrwertsteuer in Höhe von 17 Prozent und eine Verbrauchssteuer, deren Höhe mit der Größe des Motors steigt. Die europäischen Autobauer hatten zuletzt im Zusammenhang mit dem Handelsstreit zwischen der EU und China über Solarprodukte Strafzölle auf den Import von Pkw befürchtet. Der Zwist um den milliardenschweren Solarmarkt wurde erst am Wochenende beigelegt. Von möglichen Kartellermittlungen in der Autobranche ist nach Ansicht von BMW-Vertriebschef Ian Robertson derzeit kein Hersteller betroffen. „Es gibt keine Diskussion darüber.“ Auch sein Haus sei kein Ziel von Nachforschungen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Und wann stehen die Manager in Deutschland vor Gericht wegen Wucher und Abzocke der Deutschen???

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