Audi wächst langsamer
Trotz VW-Skandal hohe Nachfrage in den USA

In den USA geht es für Audi trotz des Abgas-Skandals beim Mutterkonzern VW aufwärts. In China dagegen schrumpft die Nachfrage weiter. Jetzt hoffen die Ingolstädter Autobauer auf den neuen Bestseller.

IngolstadtAudi fährt der Konkurrenz BMW und Mercedes bei den Verkaufszahlen weiter hinterher. Die VW-Tochter hat ihren Absatz im Oktober um zwei Prozent gesteigert und weltweit gut 149.000 Autos ausgeliefert. In den USA zog die Nachfrage kräftig an, trotz des Skandals um manipulierte Dieselabgaswerte. Im größten Markt China dagegen ging der Verkauf leicht zurück.

Vertriebsvorstand Dietmar Voggenreiter erklärte das langsamere Wachstum am Donnerstag auch mit dem „unmittelbar bevorstehenden Modellwechsel bei unserem Bestseller, dem A4.“ Das neue Mittelklasseauto läuft in Ingolstadt, Neckarsulm und China vom Band und kommt in diesen Tagen in Europa auf den Markt, Anfang nächsten Jahres dann in Übersee.

Die gefälschten Diesel-Abgastests dämpften die Nachfrage nicht: „Wir sehen nach wie vor keine Auswirkungen“, sagte ein Audi-Sprecher in Ingolstadt. In den USA legten die Audi-Verkäufe im Oktober um fast 17 Prozent zu. Der Q5-Geländewagen laufe dort sensationell, und Rabatte gebe Audi weniger als andere, sagte der Sprecher. In China dagegen rutschten die Audi-Verkaufszahlen um 3 Prozent unter das Vorjahresniveau. Damals war allerdings der vor Ort gebaute A3 gerade frisch zu den Händlern gekommen.

Seit Januar hat Audi 1,50 Millionen Autos verkauft, das entspricht einem Zuwachs von 3,6 Prozent. Voggenreiter sagte: „Wir liegen damit klar auf Kurs, im Gesamtjahr 2015 eine weitere Bestmarke zu erzielen.“

BMW setzte in den ersten zehn Monaten 1,84 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW und Mini ab und wuchs doppelt so schnell wie Audi. Der Stuttgarter Konkurrent Mercedes verkaufte seit Januar 1,53 Millionen Autos mit dem Stern und wuchs sogar doppelt so schnell wie BMW. Auch im Oktober verkauften die beiden Hauptkonkurrenten mehr Autos und legten stärker zu.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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