Auf dem Weg zum Rekordabsatz
BMW trotzt der Inlandsschwäche

Der Münchener Automobilhersteller BMW ist dem Absatzziel für das laufende Jahr einen Schritt näher gekommen. Allein im vergangenen Monat wurden fast 130 000 Autos mehr verkauft als noch im Jahr zuvor. Vor allem im Ausland boomt das Geschäft.

HB MÜNCHEN. Der Autobauer BMW hat trotz der Nachfrageflaute im Inland mit kräftigen Exportzuwächsen einen Absatzrekord eingefahren. Mit einem Plus von 8,3 Prozent auf knapp 1,35 Millionen Fahrzeuge lieferte das Münchner Unternehmen von Jahresbeginn bis Ende November bereits fast so viele Neuwagen aus wie im gesamten Vorjahr. Allein im vergangenen Monat steigerte der Konzern den Absatz um 13,2 Prozent auf 129.460 Modelle der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce.

Im Inland bekamen die Münchner allerdings den Gegenwind durch die branchenweite Absatzflaute zu spüren. Die Auslieferungen des Konzerns im bisherigen Jahresverlauf lagen mit 260 300 Fahrzeugen um 2,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Vor allem die Kernmarke BMW litt mit einem Rückgang um 4,7 Prozent auf 232 673 verkaufte Fahrzeuge unter der schwachen Inlandsnachfrage. Beim ihrem Edelkleinwagen Mini konnten die Münchner dagegen dank neuer Modelle um 22 Prozent auf fast 28 000 Fahrzeuge zulegen. Ein BMW-Sprecher erklärte, angesichts des um rund 9 Prozent eingebrochenen Inlandsmarktes stehe das Münchner Unternehmen im Branchenvergleich recht gut da.

Auf den wichtigsten Exportmärkten legte der Konzern mit teils kräftigen Wachstumssprüngen zu. Im nach USA und Deutschland drittwichtigsten Markt Großbritannien steigerte BMW allein im November den Absatz um 49,8 Prozent - die Marke BMW verzeichnet dabei eine Zuwachsrate von 36 Prozent und der Mini sogar von 102 Prozent.

In den USA, dem nach wie vor größten Absatzmarkt des Münchner Herstellers, legte der Konzern im November um 4,2 Prozent auf 27 000 verkaufte Neuwagen zu; im bisherigen Gesamtjahr lag das Plus bei 7,8 Prozent. Auf dem chinesischem Markt mit Hongkong und Taiwan steigerte der Autobauer in den vergangenen elf Monaten seinen Export um über ein Drittel auf knapp 54 000 Neuwagen.

„Trotz schwieriger Marktbedingungen gehen wir mit hohem Tempo auf die Zielgerade des Jahres 2007“, kündigte Vertriebsvorstand Stefan Krause einen Absatzrekord für das Gesamtjahr an. Die Marke BMW konnte im bisherigen Jahresverlauf eine Zuwachsrate von 7 Prozent verbuchen, Mini von 16,1 Prozent. Von seinen Rolls-Royce Luxuskarossen verkaufte der Konzern sogar über ein Viertel mehr.

Die Motorradsparte verbuchte bis Ende November ein Zuwachsplus von 3,3 Prozent. Unter den Automodellen mit dem größten Verkaufsvolumen verbuchte trotz Klimadebatte die neue Generation des Geländewagens X5 mit einem Absatzplus von 142 Prozent im November die größte Zuwachsrate. Doch auch die kleine 1er BMW-Reihe legte im vergangenen Monat dank Facelifts und neuer Modellvarianten um 45 Prozent auf 16 600 Auslieferungen zu.

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