Auf den Konzern könnten Steuernachzahlungen in Höhe von 10 Milliarden Dollar zukommen
Yukos-Konten teils freigegeben

Die eingefrorenen Konten des wegen hoher Steuernachforderungen angeschlagenen russischen Ölkonzerns Yukos sind für die Finanzierung der Kernoperationen frei gegeben worden.Damit seien die Ölexporte kurzfristig gesichert, sagte Yukos-Sprecher Alexander Schadrin am Mittwoch.

HB MOSKAU. „... Wir können nun unseren Basisbedarf finanzieren, wie Transportkosten, Exportgebühren, Löhne und Zulieferer“.

Die Sorge vor Lieferengpässen, die auch durch einen Ausfall der Yukos-Exporte eintreten könnten, hat zum jüngsten Anstieg der Ölpreise beigetragen. Am Mittwoch verteuerte sich die Nordsee-Ölsorte Brent in der Spitze bis auf 40,99 (Vortagesschluss 40,64) Dollar je Barrel und notierte damit vier Cent über dem bisherigen Hoch vom Oktober 1990. Am Abend lag der Preis bei 40,00 Dollar.

Russland ist weltweit der zweitgrößte Öllieferant. Allein Yukos kommt für ein Fünftel der Ölförderung des Landes auf und produziert mehr Öl als etwa Libyen.

Yukos schuldet dem Staat für 2000 und 2001 sieben Milliarden Dollar. Analysten gehen davon aus, dass insgesamt Steuernachzahlungen von 10 Milliarden Dollar auf den Konzern zukommen. Eine fällige Nachzahlung von 3,4 Milliarden Dollar konnte Yukos bisher nicht leisten. Das Unternehmen muss nach dem Beschluss des Gerichtsvollzieher diese Schulden bis Ende August begleichen.

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