De Taeyes Aufgabe ist es nun, das Wissen von Tomtom und Tele Atlas zusammenzubringen. Tele Atlas besitzt umfangreiches Kartenmaterial aus vielen Ländern, Tomtom bekommt jeden Tag unzählige Korrekturen dieser Daten von seinen Kunden übermittelt. Durch diese Kombination sollen die Autofahrer schneller und entspannter ans Ziel kommen als die Klientel der Konkurrenz. Zudem werden verstärkt Karten für Fußgänger und Radfahrer entwickelt.
Dass tragbare Navigationsgeräte eines Tages ganz zugunsten von Handys verschwinden werden, ist aber eher unwahrscheinlich. „Mobiltelefone entwickeln sich zwar zu Alleskönnern, jedes Modell hat aber einen eigenen Fokus. So besitzen Handys für Musik-Fans oft nur ein kleines Display, auf dem Navigation für das Auto kaum darstellbar ist“, sagt Diethard Bühler von Arthur D. Little.
Auch Roman Friedrich von Booz & Company glaubt nicht an einen Alleskönner im Handyformat: „Ich kann mir schon vorstellen, dass einige Leute auf ein fest installiertes Navigationsgerät im Auto verzichten, weil ihr Handy diese Funktion jetzt auch hat. Aber diese Leute, die sehr auf die Ersparnis bedacht sind, hätten sich auch ohne Handy vermutlich kein Navigationsgerät gekauft.“
Die Menge steigt, die Marge fällt
Der Boom Tragbare Navigationsgeräte sind der Hit: Immer mehr Menschen kaufen sich die handlichen elektronischen Wegweiser. Der Grund liegt auf der Hand, denn die Geräte sind praktischer als herkömmliche Landkarten, machen das Autofahren damit sicherer und werden immer billiger. Dazu kommt, dass das Kartenmaterial jedes Jahr besser wird und neue Länder hinzu kommen. Damit erschließen sich die Anbieter auch neue Absatzmärkte.
Das Problem Die Hersteller der Navis, neben Tomtom und Garmin sind in Deutschland Mio, Navigon, Becker, Medion bekannt, verkaufen Jahr für Jahr mehr Geräte. Doch die Konkurrenz ist enorm groß und so sinken die Preise sehr schnell. Deshalb ist auch die Marge der beiden Marktführer Garmin und Tomtom unter Druck geraten.
Die Lösung Die Anbieter suchen nach neuen Einnahmequellen. Tomtom aus den Niederlanden setzt dabei unter anderem auf den Verkauf von Kartendaten und von Dienstleistungen, Garmin versucht sich im Geschäft mit Multifunktions-Handys.

